Die Parkautomaten in der Stadt sind nur noch bis Freitagnachmittag in Betrieb. Dann werden sie gesichert.
Foto: Ellen Liebner
Stadt rüstet sich vor Böller-Unfug
Parkscheinautomaten, Briefkästen und Ticketstationen in der Silvesternacht beliebte Ziele kopfloser Randalierer
Plauen. Das Jahr 2011 war noch jung, da gab es schon Riesen-Ärger: Mit einem Silvesterkracher hatten Unbekannte Anfang Januar auf der Klosterstraße einen Parkautomaten vollständig zerstört. Schaden: rund 5000 Euro. Jetzt geht die Böllerei wieder los - die Stadt will ihre Automaten deshalb vor den kopflosen Knaller-Werfern schützen.
44 Ticketautomaten verriegelt
"Für die Silvesternacht werden die Einwurfschächte der 44 städtischen Ticketgeräte gesichert und von innen verriegelt", informierte am Mittwoch Bernd Hegner vom Tiefbauamt. Bis Freitag, 16 Uhr sollen die Arbeiten erledigt sein. Dabei werden die Einwurfschächte der Automaten zugeschraubt. Außerdem soll der Einwurfschlitz für Münzen zugeklebt werden. Im Anzeigedisplay steht dann: "Außer Betrieb". Die Verriegelung gilt bis Montag. "Im Laufe des Vormittags werden die Automaten wieder geöffnet", so Hegner.
Für Autofahrer, die ihre Wagen auf kostenpflichtigen Parkplätzen abstellen wollen, gilt: Laut Straßenverkehrsordnung müssen sie eine Parkscheibe ins Fahrzeug legen. Sie dürfen nur so lange parken, wie es die maximale kostenpflichtige Parkdauer zulässt.
Bahntickets nur am Tunnel
Auch bei der Plauener Straßenbahn rüstet man sich, um Schäden vorzubeugen. Am 31. Dezember werden die Fahrscheinautomaten ab 12 Uhr außer Betrieb genommen - bis auf zwei Ausnahmen: Die Automaten vor dem PSB-Service am Tunnel (Gleis A) sowie vor dem Theatercafé (Gleis F) stehen weiterhin zur Verfügung. Zudem ist das Service-Gebäude am Tunnel am Freitag noch von 9 bis 16 Uhr geöffnet. "Zusätzlich ist der Kauf von Fahrscheinen in den Straßenbahnen sowie im Stadtbus beim Fahrer beziehungsweise beim mitfahrenden Sicherheitspersonal möglich", erklärt die Geschäftsführerin der Straßenbahn, Barbara Zeuner. Am 1. Januar können die Fahrgäste ab 15 Uhr wieder an allen Automaten Tickets kaufen.
Schlechte Erfahrungen mit Zerstörungen durch Böller hat auch die Deutsche Post gemacht - vor dem Knallerei-Spektakel widmet sich deshalb auch das Logistikunternehmen: Bei einem Drittel aller Briefkästen - in Plauen sind das etwa ein Dutzend - soll es eine Einwurfsperre geben. "Die Silvester-Zerstörungen haben in den letzten Jahren zugenommen. Mit der Sperre wollen wir Schäden an Briefkästen oder an eingeworfener Post vorbeugen", sagte Unternehmenssprecherin Anke Baumann am Mittwoch.
Briefkästen teils versperrt
Im Laufe des 31. Dezember können Briefe und Postkarten noch eingesteckt werden - allerdings nur bis zur Leerung. Deren Zeiten sind auf jedem Briefkasten abgedruckt. Nach der letzten Leerung werden die Schlitze versperrt und erst am Montag wieder frei gegeben. Der Ersatz eines zerstörten Briefkasten kostet rund 500 Euro. Post-Sprecherin Baumann weist daraufhin hin, dass jeder Zerstörungs-Fall angezeigt wird.


