Platz Ein Anblick, der schon bald der Vergangenheit angehören sollte. Der Friedrich-Engels-Platz vor der Reichenbacher Friedensschule soll umgestaltet und verschönert werden. Anvisiert ist ein Baubeginn im Oktober. Zentraler Bestandteil des Projekts ist der Neubau des Weges, der an den Weg durch den Trinitatispark anknüpft und hoch zur Friedensschule führt. Die desolate Litfaßsäule soll am oberen Ende des Weges neu aufgebaut werden.

Foto: Franko Martin

Am Engels-Platz in Reichenbach geht bald die Post ab

Stadt gestaltet ab Oktober den Park vor der Friedensschule um

Reichenbach. Wer sich im Park der Generationen oder im Trinitatispark umschaut, bekommt einen Eindruck, was dem Friedrich-Engels-Platz bald blüht: Eine Verschönerungs-Kur, an deren Ende auch ein Stück mehr an Lebensgefühl für Reichenbach steht. Anstelle des Trampelpfads ein neuer Weg mit Beleuchtung, Sitzgelegenheiten, Neugestaltung von Litfaßsäule, Trafohaus und Bunkeranlage, neuer Rasen, mehr Kleingrün und mehr Licht vom Trinitatispark hoch zur Friedensschule. "Es freut uns sehr, dass nun auch dieser Park in Angriff genommen wird", kommentierte SPD-Stadtrat und Parkvereinsmitglied Wolfgang Richter das Vorhaben jüngst in einer Ausschusssitzung. Die ersten Arbeiten etwa mit dem Wegebau und Geländeregulierungen starten im Oktober.

Gehwege nicht mit im Plan

Möglich wurde eine Erweiterung des an die Verschönerung des Trinitatisparks vor zwei Jahren anknüpfenden Projekts, da für den weiter auf Eis liegenden Postumbau im Zentrum vorgesehene Fördergelder nun an der Friedensschule eingesetzt werden. So geht jetzt am Engels-Platz die Post ab. Mit 35.000 Euro aus der Post-Förderung stehen den Planern 105.000 Euro zur Verfügung. Für Straßen, Gehwege und Parkplätze um die Grünanlage herum reicht das zwar nicht. "Aber wir verfolgen das und die weitere Parkgestaltung über die Jahre weiter", sagt OB Dieter Kießling (CDU).

Litfaßsäule Eine der letzten drei Litfaßsäulen von Reichenbach. Für den Wiederaufbau dieses Exemplars wirbt die Stadt um Mithilfe.

Foto: Franko Martin

Zu den Schwerpunkten der Umgestaltung zählt neben der "Verbesserung der Aufenthaltsqualität" vor allem der neue Weg durch den Park. "Dabei folgen wir einem bewährten Planungsgrundsatz und damit dem Trampelpfad durch den Park in der Wege-Achse vom Trinitatispark zur Friedensschule", sagt Sven Hörning, Fachbereichsleiter Bau und Stadtentwicklung. Am oberen und unteren Ende des Weges entstehen Sitzgruppen. Zentraler Punkt eines Sitz-Rondells an der Friedensschule soll die Litfaßsäule sein, die jetzt noch ein stiefmütterliches Dasein an der Ecke zur Fritz-Ebert-Straße führt.

Säulen-Sponsoren gesucht

Allerdings lässt der bauliche Zustand der Säule ein Versetzen wohl nicht zu. "Wir werden um einen Neubau nicht herumkommen und suchen dafür Sponsoren", wirbt Sven Hörning angesichts eines trotz der Post-Zuschüsse engen Finanzrahmens um Mithilfe. Die öffentlich-private Partnerschaft könnte in diesem Fall so aussehen: Die Stadt setzt das Fundament, eine private Initiative steuert eine neue Säule bei. Damit bliebe eine von noch drei im Stadtgebiet existierenden Litfaßsäulen erhalten. Und das mit neuen Inhalten: Für die Gestaltung gibt es erste Absprachen mit dem Gymnasium. Für die Neugestaltung des Trafohauses sind laut Fachbereichsleiter die Stadtwerke im Gespräch.

Eine weitere Herausforderung des Park-Projekts liegt in der Gestaltung der Sichtachse vom Trinitatispark hoch zur Friedensschule. Vorgesehen ist, einen Baum am geplanten Sitzrondell vor der Schule zu fällen. Den Stadträten Jörg Schaller (FDP) und Bernd Suhr (CDU) scheint das zu wenig. Ihr Argument, das bringe dort kein Licht hinein, ist dem Stadtentwickler bekannt. "Es geht dabei vor allem um einen freien Blick zur Schule. Wir wollen aber so wenig wie möglich fällen. Es sei denn, der Zustand von Bäumen erfordert das. Um das herauszufinden, schauen wir uns den Baumbestand demnächst noch einmal genau an." Ein Weg zu mehr Licht und einer erkennbaren Sichtachse führe auch über einen moderaten Verschnitt.

Für den gefällten Baum ist das Setzen von drei neuen vorgesehen.

 
erschienen am 30.08.2012 ( Von Gerd Möckel )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
1
(Anmeldung erforderlich)
  • 31.08.2012
    07:56 Uhr

    Postmeister: Es ist sehr schön, wenn mit der Post-Förderung der Park und die Ltfaßsäule instandgesetzt werden. Leider steht es um Reichenbachs einzige originale Postmeilensäule am Gasthaus "Schwarze Katz" nicht so. Ohne Entfernungsangaben vor Jahrzehnten provisorisch ergänzt, wächst die Postsäule in der einst von Schülern gepflegten Anlage dort zu (www.postmeilensaeulen.de).

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