Kerstin Orantek und Henry Kreul aus Hohenstein-Ernstthal stellten sich am Samstag in der Karl-May-Begegnungsstätte den Fragen.
Foto: Andreas Kretschel
Abenteuerschriftsteller rückt ins Medieninteresse
Selbst ausländische Sender blicken nach Hohenstein-Ernstthal
Hohenstein-Ernstthal. Karl-May-Fans haben am Samstag in der Hohenstein-Ernstthaler Karl-May-Begegnungsstätte dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) Rede und Antwort gestanden. Ende März soll im Kulturradio von MDR Figaro ein Beitrag über das Werk des Abenteuerschriftstellers zu hören sein.
"Ich wollte etwas Besonderes machen und nicht einfach nur Prominente befragen, was sie von Karl May gelesen haben", erklärte Literaturredakteur Ulf Heise. Er hatte zunächst über ein Forum auf der Internetseite des Senders versucht, interessierte Hörer zu finden, die bei dem Interview mitmachen. Da die Resonanz eher gering war, suchte er über die Lichtensteiner Bibliothekschefin Kathrin Hisslinger den Kontakt in der Region und fand Andreas Barth vom Förderverein Silberbüchse als Ansprechpartner. Er kontaktierte die Vereinsmitglieder, von denen einige bereit waren, mit Ulf Heise zu sprechen. Dabei mussten sie verraten, wann sie zum ersten Mal auf ein Buch von Karl May gestoßen sind, welches ihr Lieblingswerk ist und ob sie glauben, dass Karl May auch in Zukunft noch Leser begeistern kann. Für Ulf Heise gilt es nun, das aufgenommene Material zu bearbeiten. Welche Form und welchen Umfang der Beitrag haben wird, ergibt sich erst noch, erklärte er.
Bereits am Freitag war ein Filmteam im Karl-May-Haus zu Gast, das für seine Dreharbeiten erst einmal kleine Umbauten in der Ausstellung vornehmen musste und auch aufwändige Lichttechnik installierte. André Neubert, Leiter des Museums, war während der Aufnahmen als Interviewpartner von Autorin Kira Kaplan gefragt. Sie und ihr Team arbeiten an einem Beitrag für die Sendung LexiTV des Senders MDR. Am 23. Februar dreht sich ab 14.30 Uhr alles rund um Karl May. Zwei Tage später wird in der Stadt der 170. Geburtstag des Abenteuerschriftstellers gefeiert. "Das große Medieninteresse ist für uns gut. Aber es ist auch alles aufwändig", sagte André Neubert, der unterschiedlichste Medienanfragen zu bearbeiten hat und auch schon ein italienisches Fernsehteam im Karl-May-Haus begrüßen konnte.


