Beamte der Kriminalpolizei Chemnitz haben die Ermittlungen zu dem Brand an der Hochuferstraße aufgenommen. Bei dem Feuer kamen mehrere Hühner um. Die Brandursache ist noch nicht geklärt.  Beamte der Kriminalpolizei Chemnitz haben die Ermittlungen zu dem Brand an der Hochuferstraße aufgenommen. Bei dem Feuer kamen mehrere Hühner um. Die Brandursache ist noch nicht geklärt.

Foto: Ralph Köhler

Erneut Feuer in Glauchau: Ermittler sichern Spuren und vergleichen Brandfälle

Seit August brach in der Stadt 16-mal Feuer aus

Glauchau. Die Glauchauer Feuerwehr ist Mittwochnacht gegen 3 Uhr zu einem erneuten Brand in der Unterstadt ausgerückt. Diesmal standen ein sechs mal drei Meter großer Holzschuppen und ein Hühnerstall auf einem Gartengrundstück an der Hochuferstraße in Flammen.

Durch das Feuer kamen laut Angaben des Besitzers zehn Hühner ums Lebens. "Ich verstehe nicht, wer so etwas tut", sagte Frank Dörr. Insgesamt sei ihm nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 10.000Euro entstanden. Unter anderem fielen den Flammen ein Rasenmäher, ein Eigenbautraktor, ein Fahrrad und Werkzeug zum Opfer.

"Ob es sich dabei um Brandstiftung handelt, kann noch nicht gesagt werden", sagte am Mittwoch Daniela Koenig, Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Da die Brandursache bisher noch unklar sei, könnte aber auch noch kein Zusammenhang zu anderen Bränden in der Stadt hergestellt werden.

Fest steht: In Glauchau hat es seit August vergangenen Jahres bis Mittwoch 16-mal gebrannt. "Bei der Hälfte der Brände gehen wir von Brandstiftung aus", erklärte die Polizeisprecherin weiter. Vor etwa drei Wochen seien daher die Ermittlungen von den Beamten des Kommissariats in Chemnitz übernommen worden. Zwei Polizeibeamte, die auch schon zu einer anderen Brandserie in Glauchau ermittelten, sind Teil dieser Einheit. "Die Ermittlungsgruppe vergleicht die Brände und sichergestellte Spuren", sagte Koenig. Bisher gebe es allerdings noch keine konkreten Ergebnisse.

Für die Freiwillige Feuerwehr Glauchau war der dreistündige Einsatz jedoch Routine. "Als wir ankamen, brannte der Geräteschuppen sehr stark. Vor allem das Stroh in dem Haus sorgte wohl für eine schnelle Brandentwicklung", sagte Wehrleiter Uwe Clemens. Für die in der Nähe befindliche Tankstelle habe aber zu keiner Zeit Gefahr bestanden, da sich das Feuer nur auf einem kleinen Bereich ausdehnte.

Insgesamt waren 25 Feuerwehrleute der Glauchauer Wehr und zwei zusätzliche Männer aus Meerane mit einem Atemschutzmobil an dem Löscheinsatz beteiligt. Währenddessen blieb die Hochuferstraße bis 6 Uhr für den Verkehr komplett gesperrt. Verletzt wurde niemand.

 
erschienen am 22.02.2012 ( Von Denise Märkisch )
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