Arbeitseinsatz am Sonnabend auf dem Sportplatz Köthel. Friedheim Förtsch (links) und Stephan Weigt räumen am Spielfeldrand auf.
Foto: Wiegand Sturm
In Köthel ist der Sportplatz wieder grün
Unwetter am 31. Mai 2011 hatte alles verwüstet
Schönberg. Die Kicker des Sportvereins Schönberg können nach einer langen Zwangspause endlich wieder ihren eigenen Sportplatz nutzen. Die Sanierung des Spielfeldes im Schönberger Ortsteil Köthel, das am letzten Tag im Mai 2011 bei einem Unwetter zerstört wurde, ist abgeschlossen. Die Saat des Rasens, die im Herbst des vergangenen Jahres ausgebracht wurde, ist bestens aufgegangen. Jetzt kümmern sich die Vereinsmitglieder bei Arbeitseinsätzen noch um die Randbereiche. Auch am Sonnabendvormittag haben Mitglieder der Fußball-Abteilung angepackt und Brennnesseln sowie Wildwuchs an den Rändern entfernt. "Uns fallen gleich mehrere Steine vom Herzen", sagt der Vereinsvorsitzende Friedhelm Förtsch bei einem Blick auf den saftigen Rasen und die neuen Tore.
Die Verantwortlichen bereiten nun eine Fete, bei der die Wiedereröffnung gefeiert werden soll, vor. Sie findet am 31. August statt. "Zum Fußballturnier haben wir Mannschaften aus Hohenstein-Ernstthal und Meuselwitz eingeladen", sagt Förtsch. Zudem ist ein Auftritt der Meeraner Rockband Meli-Fer geplant. In den nächsten Tagen sollen Details zur Eröffnungsfeier abgestimmt werden.
Die Schadensbeseitigung hat sich für den SV Schönberg zu einem Kraftakt entwickelt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 20.300Euro, teilt Förtsch mit. "Wir haben von Unternehmen und Familien aus Schönberg und Umgebung eine tolle Unterstützung erhalten", sagt Friedhelm Förtsch. Sogar die Fußballer vom Nachbarverein FSV Oberwiera haben eine Geldspende überwiesen. Laut Förtsch blieb der SV Schönberg auf einer Restsumme von 11.200 Euro sitzen. "Wir mussten für die Bezahlung der Rechnung auch unseren Sparstrumpf plündern", sagt der Chef des 130-Mitglieder-Vereins. Die Fördertöpfe für die Schadensbeseitigung blieben für die Schönberger verschlossen. Dann hätte der Klub nämlich erst zu einem späteren Zeitpunkt, Ende 2011, mit der Platzsanierung beginnen können.
Die Saison 2011/12 hat den Fußball-Verein vor eine Herausforderung gestellt. Wegen des gesperrten des Sportplatzes mussten die Heimspiele auswärts in Oberwiera und in Remse ausgetragen werden. Auf Einnahmen aus dem Eintrittskarten-Verkauf mussten die Schönberger deshalb verzichten. Die Trainer mussten bei den Übungseinheiten immer wieder improvisieren. Friedhelm Förtsch und seine Mitstreiter haben aber keinen Gedanken ans Aufgeben verschwendet: "Wir sind Optimisten. Wir wussten immer, dass es weitergeht." Nachdem die Platzsorgen nun vom Tisch sind, soll es auch sportlich aufwärtsgehen. Das Ziel für die neue Saison lautet, einen einstelligen Tabellenplatz zu schaffen.

