Blacky wurde gerettet.
Foto: Andreas Kretschel
Kleiner Blacky übersteht Wohnungsbrand
In der Karlstraße loderten am Morgen Flammen im Dachgeschoss
Glauchau. Einen aufregenden Start in den Freitag, den 13., hatte eine Familie in der Karlstraße. Und es hat auch ein paar Stunden gedauert, bis sich alle wieder beruhigt hatten. "Wir hörten nachts ein Knistern im Dachboden", sagt Jessica Friedrich. Sie und ihre Schwester weckten die Mutter und stiegen hinauf zur Dachkammer, die bereits in Flammen stand. Der kleine Blacky, ein noch nicht mal drei Monate alter Mischling, tapste hinterher und wurde versehentlich eingesperrt. "Wir waren so aufgeregt und haben an den Hund gar nicht mehr gedacht", sagte die 18-Jährige. Als dann die Feuerwehrleute im Haus waren, hat sie einem der Retter gesagt, dass der Hund in der Dachkammer geblieben ist. Die Feuerwehr hat das Tier schließlich befreien können. Nach der Visite des Tierarztes steht fest: Blacky hat alles gut überstanden. Er müsse jetzt nur ein wenig in Ruhe gelassen werden. "Schließlich war das für den Kleinen ja auch eine Aufregung", sagt Jessica Friedrich, die den Hund zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Entsprechend erleichtert ist die junge Frau nun.
Ein Fernseher hatte das Feuer verursacht.
Foto: Feuerwehr
Um 4.08 Uhr wurde die Glauchauer Wehr alarmiert. Deren Sprecher Bernd Spatzier sagt, dass beim Eintreffen der Rettungskräfte das Zimmer im Dachgeschoss bereits lichterloh brannte. Alle Bewohner konnten das Haus verlassen, sodass niemand zu Schaden kam. Mit einem gezielten Löscheinsatz unter Atemschutz sei verhindert worden, dass sich das Feuer auf das gesamte Dach ausbreitet. Insgesamt waren 37 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten bis gegen 6.30 Uhr. "Es war keine Brandstiftung, sondern ein klassischer Wohnungsbrand", sagt der stellvertretende Wehrleiter Mike Wunderlich.
Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Nach ersten Erkenntnissen soll ein defekter Fernseher das Feuer ausgelöst haben. Eine Hausbewohnerin wurde mit Verdacht auf einen Schock ins Krankenhaus gebracht. Bis auf das Dachgeschoss blieben die Räume des Mehrfamilienhauses bewohnbar.


