Sven Leupold (links) und sein Mitarbeiter Christian Vöhl haben die restaurierte, gusseiserne Pumpe auf dem Markt montiert.
Foto: Wiegand Sturm
Pumpe kann wieder Wasser fördern
Sanierung der Metallkonstruktion auf Marktplatz hat 2000 Euro gekostet
Waldenburg. Die historische Pumpe ist nach einer Komplettsanierung endlich wieder auf den Marktplatz zurückgekehrt. Metallbauer Sven Leupold aus Niederwiera hat die Konstruktion montiert.
Bürgermeister Bernd Pohlers (parteilos) beziffert die Kosten auf rund 2000 Euro. Das Geld kommt aus dem Haushalt der Töpferstadt. "Die Pumpe befand sich in einem desolaten Zustand. Deshalb haben wir uns von den ursprünglichen Plänen, dass sie nur einen neuen Anstrich erhält, wieder verabschiedet", sagt Pohlers. Die Aussage kann Sven Leupold nur bestätigen. Nach der Demontage bot sich ein Bild des Grauens. Viele Teile waren vom Rost befallen. "Wir haben einen Zehn-Liter-Eimer mit Rost gefüllt", erinnert sich Sven Leupold.
In mühevoller Kleinarbeit wurde die Konstruktion in den vergangenen drei Monaten wieder auf Vordermann gebracht. Einige Kupferteile konnten durch Edelstahl-Elemente ersetzt werden. Die Pumpe erhielt eine neue Lederdichtung. Zudem musste die Gusseisen-Konstruktion außen und innen mit einem Sandstrahl gereinigt werden. "Anschließend haben wir Rostschutz und Lackierung aufgebracht", sagt Leupold zu den Arbeiten an dem etwa 300 Kilogramm schweren Schmuckstück.
Der Metallbauer bezeichnet es als besondere Ehre, dass er die Pumpe auf dem Marktplatz auf Vordermann bringen durfte. "Das ist kein alltäglicher Auftrag", verdeutlicht Sven Leupold. Unklar ist bisher, wie alt die Pumpe überhaupt ist. Bernd Pohlers schätzt, dass sie mindestens schon 100 Jahre auf dem Buckel hat.
Genauere Informationen will die Stadtverwaltung mit Unterstützung der Mitglieder des Geschichtsvereins in den nächsten Wochen noch zusammentragen. "Die Pumpe gehört auf jeden Fall auf unseren Marktplatz", sagt Pohlers. Die Mitarbeiter des Bauhofs nutzen sie sogar regelmäßig, wenn sie in den Sommermonaten die Blumenkübel auf dem Markt gießen müssen. Das Wasser kommt aus einer Zisterne, die sich etwa 2,50 Meter unter dem Markt befindet.
Die Verantwortlichen im Rathaus haben auf die Fertigstellung der Sanierung in diesem Monat gedrängt. Grund: Am 1. Oktober wird das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Warthausen (Baden-Württemberg) auf dem Altan des Rathauses und auf dem Marktplatz gefeiert.


