Reh Ronny Dietrich (links) und René Tischendorf von der Waldenburger Feuerwehr zogen das Tier vorsichtig heraus, während Jäger Horst Friedemann die Läufe festhielt.

Foto: Wiegand Sturm

Waldenburg: Reh bleibt in Panik im Zaun stecken

Feuerwehrleute und Jäger retten Tier aus seiner Not

Waldenburg. Aufregung hat am Mittwoch in der Waldenburger Mittelstadt geherrscht. Im schmiedeeisernen Zaun zum Schlosspark hatte sich am späten Vormittag ein Reh verfangen und kam ohne fremde Hilfe nicht mehr frei. Es wollte, offenbar in Panik, durch zwei Gitterstäbe hindurch hüpfen, blieb aber mit dem Hinterteil hängen und verletzte sich leicht. Als Passanten das Tier sahen, alarmierten sie per Notruf die Rettungsleitstelle.

Feuerwehrleute und der zuständige Jäger waren daraufhin im Einsatz, um das Tier zu retten. Feuerwehrmann René Tischendorf sagt, dass gegen 11.30 Uhr der Alarm auf den digitalen Empfängern eingegangen war. "Wir wussten zunächst nur, dass es sich um eine technische Hilfeleistung handelt", sagt er.

Feuerwehr ruft Jäger

Als die Feuerwehrleute in der Mittelstadt ankamen, beschlossen sie, den zuständigen Jäger, Horst Friedemann, zu rufen, um gemeinsam zu beraten, was zu tun sei. "Der Jäger hat schließlich entschieden, das Reh zu befreien", sagt Tischendorf. Gemeinsam packten sie das zappelnde Tier an und zogen es, so behutsam es ging, wieder heraus.

Reh Gerettet. Das Reh springt davon.

Foto: Wiegand Sturm

Als das geschafft war, trugen die Männer es bis zur Muldewiese und entließen das Reh in die Freiheit. 15 Retter waren für etwa eine Stunde im Einsatz. "Tierrettungen kommen bei uns hin und wieder mal vor", sagt Tischendorf, doch dass ein Reh im Zaun hängen bleibt, sei eher die Ausnahme. Häufig kommen die Feuerwehrleute mit Wildtieren in Berührung, die schwer verletzt oder bereits verendet nach Unfällen auf der Straße liegen.

Bauhof eilt zur Hilfe

Jens Winter vom städtischen Bauhof hatte gerade in der Nähe zu tun, als er von dem Vorfall in der Mittelstadt mitbekam. "Ich bin dann hingelaufen, um zu helfen", sagt er. Das Reh sei nahezu unverletzt geborgen worden. Winter: "Wenn sich die Tiere in der Wildnis reißen und verletzt werden, müssen sie das auch überstehen."

 
erschienen am 04.04.2012 ( Von Stefan Stolp )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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