Das Projekt Ringschluss Mitteltrasse im Überblick.Foto: Ariane Bühner-Stroh/Tilo Steiner
Verkehrsentwickler schlagen komplette Ortsumfahrung für Zwickau vor
Umfahrung soll Lücke zwischen Freitagstraße und erstem Abschnitt der Mitteltrasse schließen
Zwickau. Das Ende des Staus: Die Fachleute vom Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme denken dabei nicht an die letzten Bremslichter in einer langen Schlange. Die Dresdner Verkehrsplaner sind tatsächlich der Meinung, dass sie die seit Jahren verstopften Verkehrsadern entlasten können - mit einem Bypass.
Das Dresdner Büro, das für die Stadt den Verkehrsentwicklungsplan bis 2025 entworfen hat, schlägt eine Verbindung von der B 93 zur B175 vor. Unter dem Namen Ringschluss Mitteltrasse soll das Vorhaben in zwei Bauabschnitten umgesetzt werden. Zunächst könnte das Stück von der B 93 bis zur Leipziger Straße gebaut werden, danach die deutlich längere Strecke durch Niederhohndorf und Königswalde bis zur B 175.
Zur Debatte steht auch noch ein zweites Straßenbauprojekt: eine Verbindung von der Jahnstraße zur B 175. Auch diese Strecke - Nordtangente genannt - soll die Innenstadt samt Zubringerstraßen vom Verkehr befreien. Da beide Straßen nicht nur durch bebautes Gebiet führen, gibt es auch die Belange des Naturschutzes zu beachten, das weiß Dirk Ohm, Geschäftsführer des Ingenieurbüros. "Beides sind sensible Bereiche. Aber die Entlastungen sind rein rechnerisch sehr hoch", begründete er die Vorschläge. Allein über die Nordtangente könnten täglich mehr als 12.000 Autos fahren. Das entlaste die Humboldtstraße um 11.300 und die Werdauer Straße um 7200 Fahrzeuge täglich. Mit dem Ringschluss der Mitteltrasse blieben den Anwohnern der Kolping-, Humboldt- und Reichenbacher Straße jeweils rund 4000 Fahrzeuge erspart.
All dies steht in einem Plan, der noch nicht bestätigt ist. Und sollte der Stadtrat dem Entwurf zustimmen, heißt das immer noch nicht, dass die beiden Straßen auch so gebaut werden. Denn die Finanzierung steht auf einem anderen Blatt.



19:35 Uhr
Zwickauer1982: Die Verkehrsplaner, in diesem Fall ein hoffentlich unabhängiges Ingenieurbüro, werden sicher nicht nur sehen welche Straßen überlastet sind, sondern auch welche Verkehrsflüsse (von A nach B) die meisten Probleme machen. Pendler, die aus dem Westen und Südwesten von Zwickau (vor allem Vogtland) kommen und im Norden der Stadt arbeiten (VW + Zulieferer) und jetzt noch durch die Innensstadt müssen, würden mit der Mitteltrasse inkl. Ringschluss an Zwickau vorbei geleitet. Die Pendler aus Süd / Südost (Wilkau-Haßlau, Kirchberg, Reisdorf) nutzen schon die B93. Bleibt die Frage wieviele wirklich direkt von Ost nach West müssen und umgekehrt.
18:28 Uhr
quatschkopf: so sehe ich das auch. die Verbindung zur reichenbacher und zur werdauer Straße ist grausig. da wäre ein Ausbau angebracht.
11:32 Uhr
Sven0: Gerade diese Strecke ist doch sinnlos. Viel wichtiger wäre eine Südwest Innenstadtumgehung von der B93 (Ortsgrenze zu Wilkau-Haßlau) zur Reichenbacher Str. (B173) und Werdauer Str. (B175). Vom Planitzer Bad bis zur Reichenbacher Str. wurde diese Idee doch schon wunderbar begonnen. Die Umgehung Nord-Süd wird bereits durch die B93 gelöst.