Mitarbeiter Museumsmitarbeiter Dietmar Wutzler installierte am Mittwoch im Wohnhaus auf dem Bauernhof die Beleuchtung neu.

Foto: Thomas Michel

Vandalismus macht Museum zu schaffen

Gemeinsam mit der Polizei soll jetzt dem Rowdytum Einhalt geboten werden

Blankenhain. Unter die rund 10.000 Besucher, die seit dem Saisonstart im Februar das Deutsche Landwirtschaftsmuseum besuchten, haben sich auch einige ungebetene Gäste gemischt. Die bereiten mit ihrer Zerstörungswut der Leitung des Hauses Kopfzerbrechen.

Gleich zweimal suchten Randalierer in diesem Monat den Bauernhof auf und hinterließen im zum Objekt gehörenden Wohnhaus ein Bild der Verwüstung: demolierte Beleuchtung, zerstörte Betten im Schlafzimmer und von der Wand gerissene Schautafeln. "Das ist kein Kavaliersdelikt und kein dummer Jungenstreich. Uns entstand ein Gesamtschaden von rund 2000 Euro", sagt Museumschef Jürgen Knauss.

Der Vandalismus im Bauernhof ist kein Einzelfall in diesem Monat. Am 6. Mai hinterließen Unbekannte ihre Spuren in der Dorfbäckerei, einem weiteren Außenobjekt des Museums. "Auch wenn sich der Schaden in Grenzen hielt, so musste er behoben werden und kostet uns Geld. Das wiederum fehlt für wichtigere Vorhaben im Museum", sagt Knauss. Die Leitung der Einrichtung erstattete in allen Fällen Anzeige bei der Polizei. Die nimmt die Sache ernst. "Wir gehen den Spuren nach und werden gemeinsam mit dem Museum nach Lösungen suchen, wie dem Rowdytum Einhalt geboten werden kann", sagt Polizeisprecher Jan Meinel.

Eine Lösung hat der Museumschef nicht parat. "Wir können unsere Augen nicht überall haben und sind auf Hinweise der Besucher oder der Blankenhainer angewiesen", sagt der Chef des Hauses. Sein Problem: Zum Museum gehören 80 Gebäude und bauliche Anlagen. Die erstrecken sich über eine Fläche von elf Hektar. "Eine komplette Überwachung aller Objekte mithilfe von Technik oder der Besetzung mit Personal ist unmöglich."

Dennoch will die Leitung des Hauses reagieren und verstärkt Erklärer und einen Hausdienst in den besonders gefährdeten Objekten einsetzen. "Das sind Pauschalkräfte, die zu bestimmten Zeiten in den Außenobjekten sind, den Besuchern den Bereich erklären und zeigen. Und diejenigen, die nichts Gutes im Schilde führen, wissen, dass sie damit rechnen müssen, gestört zu werden", sagt Knauss.

Sollte der Vandalismus zunehmen, malt der Museumschef ein düsteres Bild. "Dann müssen wir künftig die Außenobjekte verschließen und können sie nur noch zu Führungen öffnen." Damit würde das Haus, das im Vorjahr mehr als 40.000 Besucher zählte, an Reiz verlieren. "Wir wollen zeigen, wie die Landbevölkerung gelebt und gearbeitet hat. Und das zum Anfassen, ohne Sperren."

 
erschienen am 30.05.2012 ( Von Uwe Mühlhausen )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern  
 
Wetteraussichten für Werdau
Fr

13 °C
Sa

15 °C
So

11 °C
Mo

14 °C
Di

19 °C
präsentiert von
 
Freie Presse vor Ort

08412 Werdau
Markt 32
Telefon: 03761 18960


Öffnungszeiten:
Mo./Di./Do. 9.00 - 13.00 Uhr u. 14.00 - 17.30 Uhr
Mi./Fr. 9.00 - 13.00 Uhr

weiter lesen
 
Freien Presse Immobilien

Immobilienangebote für Werdau und Umgebung

Finden Sie Ihre Wohnung in der Region Werdau

Immobilienportal

► Mietangebote

► Kaufangebote

 
Unsere Partner
aok
chursächsische
 
 
 
 
 
 
 
Blumen versenden

Traumhafte Frühlingszeit

Machen Sie einem lieben Menschen eine Freude und überraschen Sie ihn mit schönen Frühlingsblumen.

weiter lesen