Straße Die Leipziger Straße zwischen Autobahnbrücke und Grundschule wartet seit Jahren darauf, erneuert zu werden.

Foto: Thomas Michel

Zum Straßenbau fehlt klare Aussage

Ausbau der Leipziger Straße lässt auf sich warten, Behörden schieben sich die Schuld für Verzögerung gegenseitig zu

Frankenhausen. Die Leipziger Straße ist in einem desolaten Zustand. Obwohl für den Ausbau des Teilstücks zwischen Autobahnbrücke und Grundschule der Plan im Straßenbauamt in Chemnitz vorliegt, gibt es bisher keinen Termin, wann gebaut wird. Denn die zuständigen Behörden treffen keine Entscheidung, ob die privaten Entwässerungsleitungen unter der Fahrbahn erhalten bleiben oder das Abwasser durch einen Kanal in die zentrale Kläranlage fließen muss.

Crimmitschaus Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller kritisiert, dass das Straßenbauamt bisher keine klaren Aussagen zur Zukunft der Entwässerungsleitungen getroffen hat. Das akzeptiert Karsten Mühlmann, Leiter des Straßenbauamtes in Chemnitz, nicht. "Das ist eine Angelegenheit der Kommune", sagt Mühlmann. Er macht deutlich, dass die Grundstückseigentümer auch beim Erhalt der privaten Entwässerungsleitungen mit Kosten rechnen müssen. "Wir dulden diese Leitungen. Das Straßenbauamt wird aber die Kosten, die bei der Sanierung an den Rohren anfallen, den Nutzern in Rechnung stellen", sagt Mühlmann.

Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) ärgert sich, dass die Stadt immer wieder mit wechselnden Ansprechpartnern zusammenarbeiten muss. Gegenwärtig ist das Straßenbauamt in Chemnitz verantwortlich, zuvor war es das Zwickauer mit Sitz in Schlema. Demnächst geht die Verantwortung an das Straßenbauamt in Plauen über. "Wir haben schon vier Jahre verloren", stellt der Stadtchef fest. Die Wasserwerke Zwickau haben ein Konzept, wie die Haushalte an die zentrale Kläranlage angebunden werden können, vorgelegt. "Die Resonanz darauf war aber so gering, dass wir die Sache nicht weiterverfolgt haben", sagt Wasserwerke-Sprecherin Ines Dühring.

Ortsvorsteher Stefan Rudert (Sächsischer Heimatschutz) sagt, dass die Anwohner endlich verlässliche Aussagen zur Abwasserentsorgung und zum Straßenbau brauchen. Deshalb soll es bis Mitte November eine Beratung mit Vertretern von Straßenbauamt, Wasserwerken und Stadtverwaltung geben. Das wurde bei einem Bürgerforum, das Anfang Oktober stattfand, gefordert. "Bisher ist mir allerdings noch kein Termin bekannt", sagt Rudert.

 
erschienen am 26.10.2011 ( Von Holger Frenzel )
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