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JU-Chef Mißfelder hält konservativen "Berliner Kreis" für unnötig
Dessen Mitglieder loben sich
Frankfurt/Leipzig (dapd). Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, hält die Institutionalisierung eines konservativen Flügels innerhalb der CDU für überflüssig. "Ich halte nichts von Parallelveranstaltungen zu Gremien wie Parteitagen, Fraktion und Vereinigungen", sagte Mißfelder der "Frankfurter Rundschau". Im CDU-Präsidium würden konservative Positionen bereits durch ihn selbst, Bundestagsfraktionschef Volker Kauder und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier vertreten.
Am Dienstagabend trifft sich ein Gesprächskreis konservativer und wirtschaftsliberaler CDU-Politiker, der sogenannte "Berliner Kreis", mit CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.
Der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestags, Wolfgang Bosbach, der dem "Berliner Kreis" angehört, sagte dem Blatt, die Parteispitze solle die Gruppierung als Bereicherung begreifen. Es gehe darum, der CDU neue Themen zu erschließen und auch die Entscheidungsfindung in der Partei zu verbessern.
Der sächsische CDU-Landtagsfraktionschef Steffen Flath attestierte dem "Berliner Kreis" Einfluss auf das Verhalten von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Vorsitzende habe sich auf den jüngsten Parteitagen konservativer geäußert, als wenn es diesen Kreis nicht gegeben hätte. "Wir haben schon einige Mal erkennbar Einfluss auf die Erscheinung und die Ausstrahlung der CDU", sagte Flath der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. "Wenn es unseren Gesprächskreis nicht gäbe, dann würde vermutlich in der CDU deutlich weniger über Familie und über Werteerziehung gesprochen werden."
dapd