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Seehofer rechnet mit Wiedererstarken der FDP im neuen Jahr

Leutheusser-Schnarrenberger: Zeiten der Alleinherrschaft in Bayern endgültig vorbei

München (dapd). Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erwartet eine Genesung der FDP im neuen Jahr. Seehofer sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Ich bin überzeugt, dass die Liberalen sich aus ihrer schwierigen Situation befreien werden." Dabei werde "der gemeinsame Erfolg im Regierungshandeln der FDP Rückenwind geben".

Bayerns FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger äußerte sich positiv über den Umgang der CSU mit den Liberalen im Freistaat. Die Bundesjustizministerin sagte in einem dapd-Interview: "Nach anfänglichen Reibungsverlusten arbeiten wir konstruktiv zusammen." Die CSU habe sich "mit der Tatsache abgefunden, in Bayern zusammen mit einem Partner zu regieren".

Leutheusser-Schnarrenberger fügte hinzu: "Die Zeiten der Alleinherrschaft sind endgültig vorbei. Und das ist gut so, denn die Zahlen und Fakten zeigen doch, dass es Bayern nie besser ging."

Seehofer sagte, die Bilanz der schwarz-gelben Koalition im Freistaat sei "atemberaubend gut". Und die Zusammenarbeit mit der FDP mache "Freude".

Der CSU-Chef fügte hinzu: "Für den Bund gilt: Die Lage ist besser als die Stimmung." Sein Wunsch an die FDP in Berlin sei im neuen Jahr: "Weiter gut arbeiten und mit einer Stimme darüber sprechen". Deutschland stehe "heute besser da als jedes Land in Europa, weil es bürgerlich regiert wird".

Seehofer sagte, die schwarz-gelbe Koalition habe die Bundesrepublik bislang "erfolgreich durch die zwei größten Finanz- und Wirtschaftskrisen der Nachkriegsgeschichte geführt". Dabei sei es zudem gelungen, Steuern zu senken und die Energiewende auf den Weg zu bringen.

Leutheusser-Schnarrenberger betonte: "Die FDP ist ein eigenständiger und verlässlicher Partner." Sie wünsche sich, dass die bayerische Koalition sich auch im neuen Jahr engagiert mit den "drängenden Sachfragen unserer Zeit" beschäftige.

Die FDP-Politikerin fügte hinzu: "Die Gestaltung der Energiewende, die Konsequenzen der Eurokrise, die Debatte um die dritte Startbahn: All das sind Themen, die wichtiger sind als irgendwelche Personaldebatten oder innerparteilichen Zänkereien."

dapd

 
erschienen am 26.12.2011
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