Foto: dapd
Wowereit: Jugend braucht Wissen über Naziverbrechen
Für ein Verbot der NPD - Studien-Ergebnisse "ausgesprochen beunruhigend"
Berlin (dapd-bln). Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich erneut für ein Verbot der rechtsextremen NPD ausgesprochen. "Diese Partei bedient Ressentiments, sie predigt Intolerenz, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und ist von einem inhumanen Menschenbild geprägt", sagte der Regierungschef zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Wowereit bezeichnete die Ergebnisse einer aktuellen Studie, wonach ein Fünftel der deutschen Bevölkerung latent antisemitisch sei, als "ausgesprochen beunruhigend". Deshalb sieht er die Gesellschaft in der Pflicht, besonders jungen Menschen das Wissen und die Werte zu vermitteln, die sie befähigen, Demokratie und Freiheit zu verteidigen und zu bewahren. Kenntnisse über die NS-Verbrechen gegen die Menschlichkeit spielten dabei eine entscheidende Rolle.
Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Seit 1996 wird dieser Tag daher in Deutschland als Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begangen.
dapd