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Bregenzer Festspiele 2009 beginnen mit spektakulärer "Aida"-Premiere

Das Spektakel auf der weltgrößten Seebühne wird an 28 Abenden gezeigt

Bregenz (ddp-bay). Mit einer spektakulären Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Monumentaloper "Aida" auf der Seebühne beginnen heute die Bregenzer Festspiele 2009. Die Titelrolle der äthiopischen Sklavin Aida wird von der in Kalifornien geborenen Sopranistin Catherine Naglestadt interpretiert. Die Rolle des ägyptischen Feldherren Radames verkörpert der italienische Startenor Rubens Pelizzari. Die Wiener Symphoniker und der Festspielchor stehen unter Leitung von Carlo Rizzi. Das Spektakel auf der weltgrößten Seebühne wird an 28 Abenden gezeigt. Die meisten der rund 190 000 angebotenen Karten sind bereits gebucht.

Erstmals wird bei "Aida" der Bodensee nicht nur Hintergrund und Kulisse sein, sondern integraler Bestandteil der Inszenierung. Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown lassen Sänger, Choristen und Statisten nicht nur am, sondern stellenweise auch im Wasser auftreten. Eine Hauptrolle spielen dabei zwei bis zu 68 Meter hohe Baukräne, die Bühnenteile aus dem Wasser auf die Plattform der Seebühne hieven werden. So soll der Bau des Bühnenbildes mit zwei riesigen, blau gestrichenen menschlichen Füßen als Blickfang erst während der Aufführung entstehen.

Als modernes Kontrastprogramm steht einen Tag nach der Premiere von Verdis Wüstenoper im Festspielhaus die Neuinszenierung der selten gespielten Oper "König Roger" des polnischen Komponisten Karol Szymanowski auf dem Spielplan. In der Reihe mit Operetten-Raritäten werden mit Dmitri Schostakowitschs Gesellschaftssatire "Paradies Moskau", George Gershwins "Für Dich Baby - Of Thee I Sing" sowie David Sawers "Hautnah - Skin Deep" gleich drei Stücke zu sehen sein.

Unter dem Festspielmotto "Sinn und Sinnlichkeit" werden bis 23. August zahlreiche weitere Veranstaltungen aus Konzert sowie Musik- und Sprechtheater gezeigt, darunter Gastspiele des Wiener Theaters in der Josefstadt und des Schauspiels Köln. In der Avantgarde-Reihe "Kunst aus der Zeit" (KaZ) stehen unter anderem zwei neue Musiktheaterwerke des britischen Komponisten Sir Harrison Birtwistle auf dem Programm.

(ddp)

 
erschienen am 22.07.2009
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