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Bundeskunsthalle zeigt archäologische Funde aus Afghanistan
Belege für die reiche Zivilisation
Bonn (ddp). Wertvolle Stücke aus der Sammlung des Nationalmuseums in Kabul sind vom 11. Juni bis 3. Oktober in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen. Die zahlreichen archäologischen Funde belegten die reiche Zivilisation Afghanistans, teilte eine Sprecherin am Freitag mit.
Die Ausstellung präsentiert 230 Objekte aus vier archäologischen Ausgrabungsstätten des Landes. Im Mittelpunkt der Schau stehen Goldfunde aus sechs Gräbern des 1. Jahrhunderts nach Christus, die von einem russischen Archäologenteam 1979 ausgegraben wurden. Diese Objekte galten lange Zeit als verschollen und wurden erst 2004 in den Depots der Zentralbank von Kabul wiederentdeckt, wo sie den Einmarsch der Russen und die Zeit der Taliban-Regierung unbeschadet überdauert hatten.
Ein weiterer Höhepunkt der Schau sind bei Begram gefundene Möbelbeschläge aus Elfenbein, die vom indischen Einfluss in dieser Region zeugen.
(ddp)