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CSU- und FDP-Minister in Bayern streiten offen über Kulturpolitik

Uneins über Nichtverlängerung der Intendanz von Ulrich Peters

München (ddp). Die bayerische Staatsregierung streitet über die Nichtverlängerung der Intendanz von Ulrich Peters am Staatstheater am Gärtnerplatz. Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) kritisierte am Dienstag in München Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) scharf. Es sei "kein guter Stil", wenn Heubisch "eine Personalentscheidung bekanntgibt, die noch gar nicht getroffen sein kann", sagte Schneider.

Die Entscheidung, den 2012 auslaufenden Vertrag von Peters nicht zu verlängern, hatte Heubisch am vergangenen Donnerstag mitgeteilt. Schneider erklärte, diese Entscheidung sei Sache des Koalitionsausschusses von CSU und FDP, der bisher nicht über diese Frage beraten habe. "Es geht nicht an, dass solche Dinge vorschnell in die Öffentlichkeit transportiert werden, bevor Klarheit in der Sache herrscht", sagte der CSU-Politiker weiter.

Heubisch betonte hingegen, die Entscheidung sei nicht Sache des Koalitionsausschusses. Nach Aussage des FDP-Ministers wäre dieser nur zuständig, wenn der Vertrag vorzeitig beendet würde. Das sei im Koalitionsvertrag und der Geschäftsordnung der Bayerischen Staatsregierung geregelt. "Dies sollte auch dem Kollegen Schneider bekannt sein", griff Heubisch seinen Kabinettskollegen an. Bei der Neubesetzung werde er Koalitionsausschuss und Kabinett selbstverständlich mit einbeziehen.

Das Staatstheater am Gärtnerplatz wird ab Mai 2012 einer etwa drei Jahre dauernden Generalsanierung unterzogen. Geplant ist ein Ausweichen auf mehrere andere Spielstätten in München und Umgebung.

(ddp)

 
erschienen am 16.03.2010
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