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Franzen enttäuscht über "großes Schweigen" nach China-Text
Neuer Roman "Freiheit" in Deutschland erschienen
Berlin (dapd). Der US-Schriftsteller Jonathan Franzen ("Die Korrekturen") hat mit seinem 2008 veröffentlichten Text über China eine große Enttäuschung hinnehmen müssen. Er sei "bestürzt" gewesen, dass ausgerechnet sein im "New Yorker" erschienener Artikel über China keinerlei Reaktionen hervorgerufen habe, sagte der 51-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe). Er sei extra nach China gereist, "es war unheimlich schwierig, ein Visum zu bekommen", und er werde vielleicht nie wieder nach China reisen dürfen wegen der Dinge, die er geschrieben habe.
Zudem habe er sechs Monate lang an dem Text gearbeitet. "Ich habe also sehr viel Mühe und Arbeit in dieses Stück gesteckt - und die Antwort war ein großes Schweigen." Danach sei er deprimiert gewesen und zum Roman zurückgekehrt. Er habe sich gedacht, dass er doch eher mit Menschen in Verbindung treten könne, wenn er ihnen Geschichten erzähle. Gerade ist Franzens neues Roman "Freiheit" in Deutschland erschienen.
dapd