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Führungswechsel beim Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt

Künftiger Direktor Wagner K will mit neuem Konzept jüngere Besucher anziehen

Frankfurt/Main (dapd-hes). Der neue Direktor des Museums für Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt heißt Matthias Wagner K. Wie Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) am Freitag sagte, hat der Magistrat in seiner Sitzung am selben Tag den zuletzt in Berlin tätigen Kunstkurator einstimmig zum neuen Museumsleiter berufen. Er werde am 1. März seine Arbeit beginnen und habe einen Vertrag für fünf Jahre. Der bisherige Direktor Ulrich Schneider war nach acht Jahren in Ruhestand getreten.

Semmelroth betonte, Wagner K sei der richtige Mann, um das Spektrum des Museums zu erweitern und mit seinen Themen ein breiteres, vor allem jüngeres Publikum anzusprechen. "Das Thema des Musems ist die Ästhetisierung des Alltagslebens, die viele Menschen anstreben", sagte Wagner K. Sie sollten im MAK die Lust finden, sich mit Alltagsgegenständen neu auseinanderzusetzen. Das Museum sollte dabei nicht nur Spiegel sein, sondern Brennpunkt der Diskussion über das Aussehen von Gegenständen.

Matthias Wagner K gilt als Experte für die zeitgenössische Kunst aus den Ländern Nordeuropas. Im letzten Jahr war er während der Buchmesse für das Kunst- und Kulturprogramm des Ehrengastlands Island verantwortlich. In Berlin hatte er in der Vergangenheit verschiedene Ausstellungen und Modenschauen isländischer Künstler kuratiert. In Frankfurt war er Leiter der Ausstellung "Gabriela Fridriksdóttir. Crepusculum" in der Schirn Kunsthalle und "Randscharf - Design in Island" im Museum für Angewandte Kunst.

Der Großvater von Matthias Wagner K mochte die Opern von Richard Wagner nicht. Er bestand darauf, dass sein Enkel anders heißen solle und gab ihm ein einfaches K als Zusatz in seinem Namen. Außerdem gefiel dem Großvater nicht, dass der Name Wagner im deutschsprachigen Raum sehr oft vertreten sei. "Es ist ein schönes, klares, offenes K und wird ohne Punkt geschrieben. Das klingt optimistisch", erklärte Wagner K. Ihm sei bewusst, dass die Menschen sich daran erst gewöhnen müssten.

dapd

 
erschienen am 27.01.2012
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