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Große Schau "Else Lasker-Schüler - Die Bilder" im Hamburger Bahnhof

Rund 150 Zeichnungen, Collagen, Briefzeichnungen und handkolorierte Fotografien

Berlin (dapd-bln). Mit einer umfangreichen Schau wird das bildkünstlerische Werk der Schriftstellerin und Dichterin Else Lasker-Schüler (1869-1945) gewürdigt. Die Ausstellung "Else Lasker-Schüler - Die Bilder" im Hamburger Bahnhof präsentiert ab Freitag (21. Januar) rund 150 Zeichnungen, Collagen, Briefzeichnungen und handkolorierte Fotografien, wie die Vorsitzende des Vereins der Freunde der Nationalgalerie, Christina Weiss, am Donnerstag sagte. Das gezeichnete Werk Lasker-Schülers erweise sich als ebenso beeindruckend wie das geschriebene Werk, fügte sie hinzu. Bis heute gelte Lasker-Schüler in erster Linie als Schriftstellerin - vor allem bekannt durch ihre Briefe an Franz Marc.

Berlin übernimmt die Schau, die auf einem neuen Werkverzeichnis mit 235 Zeichnungen und 112 Illustrationen basiert, vom Jüdischen Museum in Frankfurt am Main. Mit Berlin, wo sie vier Jahrzehnte lebte, war Lasker-Schüler eng verbunden. Dort habe sie 1899 ihre ersten Gedichte veröffentlicht, hieß es. Sie lernte dort auch nach ihrer Übersiedlung 1894 den Maler Franz Marc kennen, als sie mit den expressionistischen Malern der Künstlergemeinschaft "Brücke" in Kontakt kam. Die als Tochter eines Bankiers in Wuppertal-Elberfeld geborene Künstlerin gilt als wichtigste Vertreterin der expressionistischen Literatur.

Über 100 Zeichnungen stifteten den Angaben zufolge Freunde Else Lasker-Schülers im Jahr 1920 der Nationalgalerie. Sie wurden 1937 durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt. Die meisten Blätter sind bis heute verschollen - einige der erhaltenen sind in der Ausstellung zu sehen. Die bis zum 1. Mai geöffnete Exposition wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.

(elselaskerschueler.org)

dapd

 
erschienen am 20.01.2011
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