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Hamburger Galerie der Gegenwart soll schnell wieder öffnen
Welck und Gaßner sind sich einig, dass die Galerie nicht aus Einspargründen geschlossen werden darf
Hamburg (ddp-nrd). Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle soll schnellstmöglich wieder geöffnet werden. Darauf haben sich Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) und der Direktor der Kunsthalle, Hubertus Gaßner, geeinigt, wie die Kulturbehörde und die Kunsthalle am Dienstagabend mitteilten. Die Instandsetzung der Brandschutzklappen sei dringlich. Daher werde die Kunsthalle prüfen, in welchem Umfang und wie lange die Galerie der Gegenwart während der dringend notwendigen Instandsetzung geschlossen werden müsse, hieß es. Nach Angaben einer Sprecherin der Kulturbehörde soll bis Ende der Woche ein konkreter Plan vorliegen.
Welck und Gaßner sind sich den Angaben zufolge einig, dass die Galerie der Gegenwart nicht aus Einspargründen geschlossen werden darf. Gemeinsames Ziel sei es ferner, den Betrieb so wenig wie möglich einzuschränken.
Die angekündigte Schließung der Galerie der Gegenwart bis Oktober hatte jüngst eine Diskussion in der Stadt ausgelöst. Dabei hatten auch Welck und Gaßner über die Gründe der Schließung - Brandschutzklappen oder Einsparungen - gestritten. In einer ersten Reaktion hatten die Freunde der Kunsthalle, die sich seit 1923 für das Traditionshaus einsetzen, an Bürgermeister Ole von Beust (CDU) appelliert, "den Raubbau an unseren Kultureinrichtungen" zu stoppen. Eine Stadt, die sich eine Elbphilharmonie leiste, dürfe nicht zulassen, dass die Kunsthalle systematisch austrockne.
Derzeit ist die Galerie der Gegenwart aufgrund der Umbauarbeiten nach dem Ende der Schau "Pop Life - Warhol, Haring, Koons, Hirst" planmäßig geschlossen. Unterdessen gehen die Gespräche zwischen dem Vorstand der Hamburger Kunsthalle und der Kulturbehörde weiter, wie das im Wirtschaftsplan der Kunsthalle für 2010 bisher vorgesehene Defizit in Höhe von 200 000 Euro beseitigt werden kann.
ddp