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Heftige Emotionen

Haus der Kulturen der Welt erkundet Erscheinungsformen von Wut

Berlin (ddp-bln). Das Berliner Haus der Kulturen der Welt stellt ab Samstag (13. März) eine der heftigsten Emotionen des Menschen in den Kontext politischer und ökonomischer Ausnahmezustände. Die Ausstellung "Über Wut/On Rage" fragt nach verschiedenen Ausdrucksformen des Phänomens nicht nur im unmittelbaren Ausbruch. Erkundet wird auch der psychische und physische Zustand nach dem Kontrollverlust als Mittel, um aus destruktiven Gefühlen eine positive Sicht zu gewinnen.

"Es geht um die Momente, in denen Wut das Versagen diplomatischer Mittel bezeugt, die Verhandlungen scheitern", sagte Kuratorin Valerie Smith am Donnerstag in Berlin. Protest sei ein Zeichen unserer Zeit, der hilfreich sein könne, neue Überlebensstrategien zu entwickeln. "Mit der Präsentation einer zeitübergreifenden Phänomenologie der Wut möchten wir Wut als Zustand neu denken", sagte Smith.

Die Ausstellung nähert sich der Idee einer neuen Kultur der Wut in verschiedenen abstrakten Formen. Neun Künstler und Künstlergruppen, darunter Regina José Galindo, Tadeusz Kantor, Klara Lidén und Michael Rakowitz, formulieren ihre Statements über Zeichnungen, Installationen und Happenings.

Komplementiert werden die Werke durch wöchentliche Lesungen, ein Filmprogramm und verschiedene Diskussionspanels. Workshops bieten die Möglichkeit eigener kreativer Auseinandersetzung mit dem Thema. Am Ende der Ausstellungszeit soll ein "Wut-Gipfel" unterschiedliche Einsichten zusammenfassen und neue Denkprozesse anstoßen.

Die Ausstellung wird am Samstag (18.00 Uhr) eröffnet und ist bis 9. Mai zu sehen.

(ddp)

 
erschienen am 11.03.2010
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