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Helge Schneider mit "Großem Karl-Valentin-Preis" ausgezeichnet
Gerhard Polt überreicht Geehrtem zwei Eimer Farbe als Ergänzung
München (dapd). Helge Schneider ist mit dem "Großen Karl-Valentin-Preis" ausgezeichnet worden. Der Komiker und Jazzmusiker nahm die Ehrung am Sonntag im Münchner Volkstheater sichtlich amüsiert entgegen. Da der Preis traditionsgemäß eigentlich aus nichts besteht, hatte ihm Kabarettist Gerhard Polt als Ergänzung zwei Eimer Farbe überreicht.
Damit erhalte Schneider sogar einen negativen Wert, sagte Polt. Für die Entsorgung müsse er nämlich pro Eimer 2,50 Euro bezahlen. Polt legte Schneider aber augenzwinkernd ans Herz, die Eimer doch lieber illegal in den Wald zu werfen und sich erwischen zu lassen. Mit der zu erwartenden Strafe könne er einen noch viel höheren negativen Wert seines Preises erzielen.
Ein Kern im bitteren Ernst
Die Laudatio auf Schneider hielt Filmregisseur und Schriftsteller Alexander Kluge. Er würdigte Schneider als "unverwechselbar. Er erschafft mit seinen vielfältigen Fähigkeiten eine besondere Parallelwelt der Schrägheit." Schneider brauche "nur Doppelpunkt zu sagen oder er schweigt, und schon gerät der ganze Saal in Wallung", sagte Kluge. Seine Komik habe einen Kern im bitteren Ernst, er sei ein Philosoph wie Karl Valentin.
Bereits vor der Verleihung hatte sich der 56-jährige Schneider erfreut über die Auszeichnung geäußert. "Der Preis ehrt mich sehr, weil ich im Sinne von Karl-Valentin meine Arbeit betreibe", sagte er. Das Werk Karl Valentins habe er schon als Jugendlicher kennengelernt. "Mich hat beeindruckt, dass da jemand völlig freigeistig seine Kunst betrieben und damit das Volk zum Lachen gebracht hat." Valentin sei ein großartiger Künstler und einzigartiger Typ und habe seine Arbeit beeinflusst.
Der seit 2007 existierende und nach dem Münchner Humoristen Karl Valentin benannte Preis wird durch frühere Träger an den neuen Preisträger weitergegeben. Bei der Verleihung trat auch die Band Biermösl-Blosn auf.
dapd