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Hoffnungslyrik zum Ökumenischen Kirchentag erschienen
74 Gedichte von Autoren aus drei Generationen
München (ddp-bay). Drei Monate vor dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München ist eine Lyrikanthologie zu dem Großereignis erschienen. Der Band mit dem Titel "Die Hoffnung fährt schwarz" vereint 74 Gedichte von Autoren aus drei Generationen, darunter Matthias Politycki, Gerhard Rühm, Said und Erika Burkart.
Leitgedanke der Gedichte ist das Motto des Ökumenischen Kirchentags (ÖKT), "Damit ihr Hoffnung habt". Der Dichter Anton G. Leitner, der auch Herausgeber der Zeitschrift "Das Gedicht" ist, hatte zeitgenössische Lyriker aus dem gesamten deutschen Sprachraum aufgerufen, neue "Hoffnungspoesie" einzureichen. Mehr als 100 Autoren steuerten vorwiegend Originalbeiträge bei. Seit 1. Januar wird auf der Internetseite des ÖKT jeden Tag ein Text in einer Netzanthologie publiziert. Bis zum Abschluss des Kirchentags am 16. Mai werden so 136 Gedichte zusammenkommen.
Für die Buchveröffentlichung wählte Leitner etwas mehr als die Hälfte der lyrischen Texte aus, damit interessierte Leser "auch langfristig auf das ungewöhnliche Hoffnungspotenzial dieser Poesie zurückgreifen können", wie er im Vorwort schreibt. Die in dem Band versammelten Gedichte zeigten, "dass die Hoffnung nicht kleinzukriegen" sei - auch in der globalen Krise nicht. Das Spektrum der Texte reicht von freien Versen bis hin zu Reimgedichten, von fränkischer und Wiener Mundartlyrik bis hin zu experimenteller Lautmalerei.
Während des Kirchentags sollen bei einer "Nacht der Poesie" am 14. Mai 24 Dichter im Alten Rathaus in München ihre Hoffnungslyrik auch live präsentieren.
(Anton G. Leitner (Hrsg.): "Die Hoffnung fährt schwarz. Gedichte", Verlag Sankt Michaelsbund, 120 Seiten, ISBN 978-3-939905-60-8, 10 Euro)
(ddp)