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Juristisch einwandfrei
Ausstellung zum 100. Jubiläum von Nofretete-Fund geplant
Berlin (ddp-bln). Der Verbleib der Nofretete-Büste im Ägyptischen Museum Berlin ist aus Sicht von Direktorin Friederike Seyfried juristisch einwandfrei. "Für uns bestehen keine Zweifel, dass die Fundteilung ganz genau nach den Vereinbarungen und dem damaligen Antikengesetz in Ägypten erfolgte", sagte Seyfried der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe). Die Museumsleitung habe alle wichtigen Dokumente auf den Tisch gelegt, offiziell habe der ägyptische Antikenchef Zahi Hawass noch nicht um die Rückgabe der Büste gebeten. Hawass lässt seit Monaten prüfen, ob Nofretete Ägypten auf legalem Weg verlassen hat.
Beide Parteien legten Wert auf Zusammenarbeit, sagte Seyfried weiter. Die Ägypter hätten großes Interesse an gemeinsamen Projekten. "So wünscht man sich dort, dass wir uns an einer Kopten-Ausstellung beteiligen und diese auch hier in Berlin zeigen." Wichtig sei ihr ein "echter Austausch mit den Kollegen, in beide Richtungen".
Zum 100. Jubiläum des Nofretete-Funds 2012 werde das Museum der Amarna-Kunst eine eigene Ausstellung widmen, sagte Seyfried der Zeitung. Die Grabung in Mittelägypten solle aufgearbeitet, Fotos und Tagebücher des Archäologen Ludwig Borchardt gezeigt werden. Borchardt entdeckte die Büste am 6. Dezember 1912 in Tell el-Amarna. Nofretete zählt zu den bekanntesten Kunstschätzen des Alten Ägypten und gilt als Meisterwerk der Bildhauerkunst. Sie wurde unter König Echnaton in den Jahren 1353 bis 1336 vor Christus gefertigt.
(ddp)