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Kieler Kulturpreis 2010 geht an Feridun Zaimoglu

Vorbild für gelebte Integration

Kiel (ddp-nrd). Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu erhält den diesjährigen Kulturpreis der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Das habe die Ratsversammlung am Donnerstag einstimmig beschlossen, teilte ein Sprecher der Stadt am Freitag mit. Zaimoglu sei Vorbild für gelebte Integration, begründete Stadtpräsidentin Cathy Kietzer die Entscheidung.

Zaimoglu wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren, kam 1974 nach Deutschland und lebt seit 1985 in Kiel. Er studierte Kunst und Medizin und arbeitet als Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor. Seit seinem Debüt "Kanak Sprak" (1995) wird er den Angaben zufolge für seine Wortgewalt und poetischen Bilder gelobt. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören der Erzählband "Zwölf Gramm Glück" sowie die Romane "Leyla" und "Liebesbrand". 2009 erschien der Roman "Hinterland". Für sein Werk erhielt Feridun Zaimoglu bereits zahlreiche Auszeichnungen.

Zu den bisherigen Preisträgern des mit 10 000 Euro dotierten Kieler Kulturpreises zählen etwa der Maler Emil Nolde und der Jazz-Klarinettist und Saxophonist Stefan von Dobrzynski. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Wissenschaftspreis verliehen. Zaimoglu erhält den Preis in einer Feierstunde im Rahmen der Kieler Woche am 27. Juni.

(ddp)

 
erschienen am 19.03.2010
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