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Kupferstichkabinett zeigt niederländische Meisterwerke

Dresdner Kunstsammlungen stellen Zeichnungen des 16. Jahrhunderts aus

Dresden (dapd-lsc). Zeichnungen niederländischer Künstler aus dem 16. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung des Kupferstichkabinetts in Dresden. Viele der 100 ausgestellten Meisterwerke aus dem Bestand des Kabinetts seien erstmals zu sehen, sagte der Direktor des Kabinetts, Bernhard Maaz, am Donnerstag in Dresden. Dazu gehörten Zeichnungen von Landschaften, Menschen, Fantasiewelten und zahlreiche Werkstattentwürfe.

Kurator Tobias Pfeifer-Helke hat die Werke aus dem umfangreichen Archiv des Kupferstichkabinetts ausgewählt. 750 Blätter sichtete der Experte für die Ausstellung, die ab Freitag im Residenzschloss zu sehen ist. Die letzte Inventur habe es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gegeben, betonte Pfeifer-Helke. Das Kupferstichkabinett der Dresdner Kunstsammlungen gilt als ältestes seiner Art im deutschsprachigen Raum.

Gezeigt werden Arbeiten von Künstlern wie Pieter Bruegel, Frans Floris oder Hendrik Goltzius. Außerdem hängen zahlreiche unsignierte Bilder an den Wänden des Kabinetts - Zeichnungen von Künstlern, die ihre Namen nicht veröffentlichten. "Es war erst die Zeit, in der Künstler aus der Anonymität herauszutreten begannen", erklärte Maaz. Viele Werke seien den Erschaffern erst später zugeschrieben worden.

Die Schau ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das sich genau mit dieser Problematik beschäftigt. Die Namenszuschreibungen und die Werksgeschichten wurden wissenschaftlich untersucht, wie Maaz erklärte. Finanziell unterstützt wurden die Aussteller dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Ernst von Siemens Kunststiftung. "Wir haben die Hoffnung, dass diese Ausstellung neue Förderprojekte nach sich zieht", betonte der Maaz, der auch Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister ist.

Zu sehen ist die Schau "Zeichnen im Zeitalter Bruegels" bis zum 22. Januar im Dresdner Residenzschloss täglich außer dienstags.

dapd

 
erschienen am 03.11.2011
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