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Lieberberg: Kann mir die Blue Man Group am Ring vorstellen
Gerade an den Schnittstellen gebe es "viele spannende Ansätze, die wir aufgreifen können und werden"
Frankfurt/Main (ddp). Nach 25 Jahren "Rock am Ring" will Veranstalter Marek Lieberberg das Festival behutsam weiterentwickeln. Die heutige Form von drei Tagen Musik auf drei Bühnen mit 90 bis 100 Bands stelle schon "eine zeitliche und räumliche Grenze dar", sagte Lieberberg der Nachrichtenagentur ddp. Eine Weiterentwicklung könne insofern nur bedeuten, das Festival "programmatisch zu justieren" und immer wieder interessante musikalische Tendenzen, neue Entwicklungen und wichtige innovative Strömungen aufzugreifen.
"Ich kann mir durchaus mal multimediale Akzente am Ring vorstellen wie Auftritte der Blue Man Group oder des Rhythmus-Musicals 'Stomp'", sagte Lieberberg. Gerade an den Schnittstellen zwischen Rock und Theater, Show und dem Popgenre gebe es "viele spannende Ansätze, die wir aufgreifen können und werden".
Rock am Ring fand erstmals im Mai 1985 statt und hat seine Heimat auf dem Nürburgring. Der Mythos des Festivals speist sich nach Einschätzung seines Erfinders Lieberberg neben der mittlerweile langen Tradition auch daraus, dass es damals das erste mehrtägige Open-Air-Festival in Deutschland seit den frühen 70er Jahre gewesen sei. Seit 1993 wird in Nürnberg parallel das Festival Rock im Park veranstaltet.
Heutzutage seien Open-Air-Festivals "aus dem kulturellen Leben der Gegenwart gar nicht mehr wegzudenken", sagte Lieberberg weiter. Das Live-Erlebnis "mit seiner Vehemenz und Leidenschaft" habe gerade im Zeitalter des Internets als Gegenreaktion eine steigende Bedeutung. Dazu komme "eine enorme Sehnsucht nach einem Gemeinschaftserlebnis". Allerdings müsse man bei Open-Air-Events in Deutschland immer mit Spitzenbands locken, fügte der Konzertveranstalter hinzu. In anderen Ländern sei dies weniger nötig, dort sei eher das Festival selbst das eigentliche Ereignis.
ddp