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"Minimalistische Installationen von großer Sinnlichkeit"
MMK zeigt Retrospektive auf Felix Gonzalez-Torres
Frankfurt/Main (dapd). Das Museum für Moderne Kunst (MMK) Frankfurt zeigt ab Samstag eine Retrospektive auf das Werk des kubanisch-amerikanischen Künstlers Felix Gonzalez-Torres. Die Ausstellung zeige "in engem Dialog mit der Architektur des Hauses" rund 50 Installationen, Skulpturen und Fotografien, teilte das MMK am Donnerstag mit. Nach der Hälfte der Laufzeit werde die Ausstellung vom Künstler Tino Seghal neu kuratiert und täglich neu eingerichtet.
MMK-Direktorin Susanne Gaensheimer sagte, die beständige Veränderung der Ausstellung entspreche Gonzalez-Torres' Auffassung, dass Kunstwerke keine statischen Objekte seien, "sondern von der Subjektivität des Betrachters abhängen und sich deshalb im permanenten Wandel befinden". Dazu habe der 1996 im Alter von 38 Jahren an Aids gestorbene Künstler großen Einfluss auf die Konzeptkunst genommen.
"Seine minimalistischen Installationen sind von großer Sinnlichkeit und beziehen sich zumeist bewusst auf den Menschen, ohne diesen jedoch abzubilden", sagte Gaensheimer. Eine seiner bekanntesten Arbeiten, ein aufgeschütteter Bonbonhaufen, bilde zum Beispiel das Körpergewicht eines Freundes zum Zeitpunkt seines Todes ab. Indem der Künstler den Besuchern ausdrücklich erlaube, sich Bonbons zu nehmen, thematisiere das Kunstwerk neben seiner eigenen Wandlung auch das Verschwinden des menschlichen Lebens.
Die Ausstellung "Specific Objects Without Specific Form" läuft bis 25. April im MMK Frankfurt, Domstraße 10. Es ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00, mittwochs bis 20.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt vier Euro.
dapd