Foto: ddp

"Playing the City 2" in Frankfurt

Schirn Kunsthalle zeigt 23 Kunstaktionen im öffentlichen Raum

Frankfurt/Main (dapd). Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt zum zweiten Mal Kunstaktionen im öffentlichen Raum. Die Ausstellung "Playing the City 2" versammle 23 Kunstwerke auf Zeit, die sich den Themen Öffentlichkeit, Gemeinschaft und Teilnahme widmeten, sagte Kurator Matthias Ulrich am Mittwoch. Von den Besuchern werde Aktivität verlangt: Zum einen müssten sie die Orte der Aufführungen in der Stadt aufsuchen, zum anderen entstünden viele Aktionen erst durch ihre aktive Beteiligung.

Schirn-Direktor Max Hollein sagte, die Aktionen negierten den herkömmlichen Kunstbegriff: "Entstehungsdatum und Aufführungsdatum sind teils identisch, die Werke lösen sich wieder auf und spielen keine Rolle auf dem Kunstmarkt, die Betrachter geraten hinein." Seit die Schirn im Frühling des vergangenen Jahres mit der ersten Auflage von "Playing the City" "partizipatorisch-kollektive Kunstformen" gefördert habe, sei viel über solche Formen diskutiert worden. Hollein nannte als Beispiel Marina Abramovics aufsehenerregende Aktion im New Yorker Museum of Modern Art, in der sie monatelang fremden Menschen gegenübersaß und sie anschaute.

Kurator Ulrich kündigte an, dass in den kommenden knapp drei Wochen jeden Tag eine neue Aktion beginnen werde. Manche dauerten nur wenige Stunden, andere mehrere Tage. Den Anfang machten am Mittwoch eine begehbare Installation aus Klebeband der Künstlergruppe For Use/Numen, von Ivan Moudov aufgestellte Abfalltonnen mit der Aufschrift "Dieser Müll wird in Polen entsorgt" und eine ausleihbare Lampe in Form eines Monds von Leonid Tishkov.

dapd

 
erschienen am 08.09.2010
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