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Potsdamer übergibt Skulpturenfragment der Stadtschlossfassade

Steinerner Kopf einer Puttenfigur

Potsdam (ddp-lbg). Den steinernen Kopf einer Puttenfigur des früheren Stadtschlosses auf dem Alten Markt hat am Freitag ein Potsdamer Bürger an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) übergeben. Er stamme vermutlich aus dem großen Schmuckrahmen am Mittelrisalit der zum Lustgarten ausgerichteten Fassade des Schlosses, sagte die Kustodin der Skulpturensammlung, Saskia Hüneke, in einer ersten Einschätzung.

Der heute 67 Jahre alte Finder Wolfgang Uhlig sagte, er habe den Kopf während der Abrissarbeiten auf einem Schutthaufen gefunden und mitgenommen. Als 17-jähriger Grafik-Lehrling sei er in den Jahren 1959 und 1960 beinahe täglich am Alten Markt gewesen, um Zeichnungen des langsam verschwindenden Schlosses anzufertigen. Daraufhin habe die Steinfigur jahrzehntelang an der Garagenwand in seinem Garten im Potsdamer Stadtteil Drewitz gehangen.

Kustodin Hüneke sagte, es sei "sehr erfreulich, dass Bürger damals Teile des Schlosses geborgen haben". Bei der Übergabe zeigte sie sich allerdings überrascht. Sie hatte eigenen Angaben zufolge den Kopf einer sogenannten Fama (Göttin) erwartet, eine der Hauptfiguren der Kartusche über dem Eingang. Aber auch das nun übergebene Fragment könnte Teil der Katusche sein, das ließen alte Fotos und der Fundort vermuten. Die genaue Herkunft bedürfe aber noch einer eingehenderen Prüfung.

Ab Ende März soll das Schloss als Brandenburger Landtag wieder aufgebaut werden. Der 120 Millionen Euro teure Bau soll bis Ende 2012 fertiggestellt werden.

(ddp)

 
erschienen am 19.03.2010
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