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Teile eines gestrandeten Pottwals werden in Münster ausgestellt
Museum für Naturkunde zeigt Organe bei einer Sonderschau
Münster (dapd-nrw). Körperteile des vor der Nordseeinsel Pellworm gestrandeten Pottwals sind in der Präparationswerkstatt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster eingetroffen. Dort werden sie für die neue Ausstellung "Wale - Riesen der Meere", die ab September 2012 im Museum für Naturkunde in Münster zu sehen sein soll, vorbereitet. Das teilte Museumsdirektor Alfred Hendricks am Montag mit.
Hendricks hatte schnell auf die Mitteilung vom angespülten, 15 Meter langen Pottwal in der vergangenen Woche reagiert und Kontakt zu den Behörden aufgenommen. Grund dafür sei die bereits geplante Wale-Ausstellung gewesen. Präparatoren und Wissenschaftler seien dann sofort nach Meldorf (Schleswig-Holstein) gereist, um vor Ort die Organe des 30 Tonnen schweren Kadavers vor ihrer Verwesung zu retten, erklärte Hendricks.
Während das Walskelett zunächst nach Stralsund ins Meeresmuseum "Ozeaneum" gebracht werde, durfte der zoologische Chefpräparator des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Werner Beckmann, einige Organe bereits mit nach Münster nehmen. Diese wurden am Montag erstmals gezeigt und werden nun bis zur Ausstellung aufbereitet.
Die Ausstellung soll im kommenden Jahr mit Skeletten, Echthaut- und anderen Tierpräparaten sowie begehbaren Nachbildungen Themen wie Lebensweise, Walfang und Walschutz beleuchten. "Die Organe vom Pottwal aus Pellworm werden sich in verschiedenen Bereichen wiederfinden", erklärt Ausstellungsmacher Thorsten Pickel.
So wird der 1,56 Meter lange Penis des Tieres im Bereich Fortpflanzung zu sehen sein und die 70 Zentimeter langen Flossen bei der Fortbewegung. Welche anderen Organe für die Ausstellung noch nutzbar sind, werde sich in den nächsten Tagen zeigen.
dapd