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Funken sprühender Feuerball an Heiligabend am Himmel zu sehen
Beschrieben und gefilmt wurde ein "flach dahinrasender Feuerball mit gewaltigem Schweif"
Mannheim (dapd). Am Himmel über Deutschland ist an Heiligabend zur Bescherungszeit ein großer Feuerball zu sehen gewesen. Ab 17.30 Uhr gingen bei der Mannheimer UFO-Meldestelle zahlreiche Anrufe und E-Mails ein, und zwar aus dem Südwesten bis in den Raum Thüringen, wie das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) am Sonntag mitteilte. Beschrieben und gefilmt wurde ein "flach dahinrasender Feuerball mit gewaltigem Schweif, aus dem sich viele Funken lösten".
Die Erscheinung konnte bis zu 30 Sekunden beobachtet werden, und noch einmal 20 bis 30 Sekunden war ein verwehender Rauchschweif zu sehen. Experten vermuten, dass es ein "großer Bruder der Normalosternschnuppen" war, "ein sogenannter Feuerkugel-Bolide".
dapd
00:23 Uhr
schnuffelduffel: Unidentifiziertes Flugobjekt? Wie weltfremd ist das denn? Warum nicht zuerst an eine reale Erscheinung denken...
13:43 Uhr
Seherin: Am Heiligabend gegen 17.25 Uhr kam es am Himmel zu einer leuchtenden Himmelserscheinung. Viele Zeugen beobachteten ein Objekt, welches im Verlauf auseinanderbrach und einen Schweif hinter sich herzog. Die DEGUFO erhielt mehrere Sichtungsmeldungen, die UFO-Datenbank (www.ufo-datenbank.de) weit über 100 Berichte dieses Ereignisses zugesandt. Dabei waren auch mehrere Fotos und auch Filme. Entgegen der momentan kursierenden Identifikation hat es sich nicht um einen Bolidenmeteoriten gehandelt, sondern um den Wiedereintritt (Re-Entry) einer russischen Raketenstufe und trägt den Namen 2011-78B. Man sieht auf einem Video, wie sich das Objekt in mehrere Einzelteile auflöst und einen langen Schweif hinter sich herzieht. Ein ähnlich gelagertes Phänomen ereignete sich am 05.11.1990 zwischen 19.03 und 19.07 Uhr. Hier trat Gorizont 21 wieder in die Erdatmosphäre ein und sorgte für UFO-Meldungen über Mitteleuropa. Der Sichtbarkeitsbereich des Phänomens erstreckt sich von den Meldungen her über einen Raum vom Weserbergland bis ins südliche Hessen, was schon für ein großes Ereignis am Himmel spricht.