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Große Verluste bei Bienenvölkern erwartet

Milde Temperaturen bis Januar - Anstieg der Varroamilben in Bienenstöcken

Veitshöchheim (dapd-bay). Bis zu einem Drittel der Bienenvölker in Bayern werden den Winter nicht überleben. Aufgrund der milden Temperaturen 2011 hätten die Varroamilben mehr Zeit gehabt, sich zu vermehren, sagte Stefan Berg von der bayerischen Landesanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim. "Wir hatten schon im Herbst Verlustraten in Höhe von acht bis neun Prozent bei den Bienenvölkern." Ausgehend von diesen Zahlen müsse man mit Verlusten von 25 bis 30 Prozent der Bienenvölker bis Ende des Winters rechnen, sagte Berg.

Normalerweise würde es ausreichen, die Bienenvölker im Sommer und Winter mit Naturstoffen wie Ameisensäure zu behandeln, erklärte der Experte. Aber dieses Jahr hätten die üblichen Maßnahmen "nicht die gewohnte Wirkung gezeigt". Dies habe natürlich auch negative Auswirkungen für die Honigproduktion.

Die Varroamilben kommen in jedem Bienenstock vor. Sie befallen die Bienenbrut und ernähren sich von ihrer Blutflüssigkeit. Dabei schwächen sie die Völker, die dann auch für andere Infektionen anfällig werden.

dapd

 
erschienen am 04.02.2012
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