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Neuartiges Schmallenberg-Virus in 34 weiteren Betrieben nachgewiesen

Betroffen sind inzwischen neben 294 Schaf- auch 8 Rinder- und 12 Ziegenhaltungen

Berlin (dapd). Immer mehr Betriebe melden Frühgeburten und Missbildungen bei Lämmern nach Infektionen ihrer Schafe mit dem Schmallenberg-Virus. Die Zahl der infizierten Herden stieg von Freitag bis Montag um 34 auf 314, wie das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit mitteilte. Betroffen sind inzwischen neben 294 Schaf- auch 8 Rinder- und 12 Ziegenhaltungen.

Die meisten Fälle gab es in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen ist das Virus aber auch in elf weiteren Bundesländern aufgetreten.

Tierseuchenexperten fürchten eine flächendeckende Ausbreitung des Virus in ganz Deutschland. Da es von Mücken übertragen werde, hätten die derzeitigen Minustemperaturen die Ausbreitung zwar erst einmal gestoppt, sagte der Leiter des Instituts für Tierseuchendiagnostik in Koblenz, Karl Zimmer, der Nachrichtenagentur dapd. "Aber wenn die Mücken wieder aktiv werden, bekommen wir wohl bald eine flächendeckende Ausbreitung", fügte er hinzu.Der Seuchenexperte rechnet zudem damit, dass auch Wildtiere betroffen sein werden. Jäger sollten deshalb auf missgebildete Kitze achten und sie in die Landesuntersuchungsämter bringen, empfiehlt Zimmer.

Der für Menschen als ungefährlich geltende Erreger wird als Schmallenberg-Virus bezeichnet, weil der erste Virusnachweis bei Proben von Tieren aus Schmallenberg (Hochsauerlandkreis) in Nordrhein-Westfalen gelang.

dapd

 
erschienen am 06.02.2012
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