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Weitere Leiche aus dem Wrack der "Costa Concordia" geborgen
Treibstoff soll spätestens am Samstag aus den Tanks des Schiffes gepumpt werden
Giglio (dapd). Am Wrack des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" haben elf Tage nach der Havarie die Arbeiten zum Abpumpen der rund 2.400 Tonnen Schweröl begonnen. Eine große Plattform mit einem Kran und weiterer Ausrüstung an Bord machte am Dienstag an dem Schiff fest. Rettungstaucher fanden unterdessen im Inneren des Wracks eine weitere Leiche. Es war das 16 bestätigte Todesopfer, 16 Menschen werden noch vermisst.
Arbeiter der Bergungsfirma Smit waren zu sehen, wie sie am Bug des Schiffes und auf dem Wasser in der Nähe Vorbereitungen für das Abpumpen trafen. Der Leiter des Zivilschutzes, Franco Gabrielli, erklärte, das eigentliche Abpumpen werde vermutlich nicht vor Samstag beginnen. Man habe sechs Tanks lokalisiert, die auch relativ leicht zu erreichen seien, sagte Gabrielli. Wenn diese Tanks leer seien, seien 50 Prozent des Treibstoffs an Bord abgepumpt.
"Wir gehen natürlich davon aus, dass die Wetterbedingungen ähnlich gut bleiben, wie sie im Augenblick sind", sagte Gabrielli. Insgesamt kann das Abpumpen des gesamten Treibstoffs nach Schätzungen von Smit einen Monat dauern.
Sorgen machten sich am Montag bei den Bewohnern von Giglio und den Behörden breit, als ein Ölfilm auf dem Wasser entdeckt wurde. "Es handelt sich um einen sehr dünnen Film auf dem Wasser", sagte Gabrielli. Er stelle im Augenblick "keine wirkliche Gefahr" für das angrenzende Naturschutzgebiet dar. Das Öl sollte aufgesogen werden. Gabrielli kündigte an, Messdaten der regionalen Umweltbehörden zur Wasserqualität noch am Dienstag veröffentlichen zu wollen.
Nach der Bergung des bislang 16. Todesopfers wollten die Behörden Medienberichte, wonach es sich um eine Frau handele, zunächst nicht bestätigen. Sechs der bislang geborgen Leichen konnten noch nicht identifiziert werden.
dapd