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"Das ist keine christliche Position"

Protestanten in Sachsen-CDU kritisieren Freude über Tod bin Ladens

Dresden (dapd-lsc). Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Sachsen hat Politiker kritisiert, die sich erfreut über die Tötung des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden zeigen. "Für uns kann es nie ein Anlass sein, sich zu freuen, wenn Menschen getötet werden", sagte EAK-Geschäftsführer Markus Kranich am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. "Das ist keine christliche Position." Auch die Tötung eines Terroristen sei kein freudiger Anlass, sondern allenfalls eine Notwendigkeit im Kampf gegen den Terror.

Erfreute oder erleichterte Reaktionen seien zudem kurzsichtig. Befriedung könne es durch den Tod bin Ladens allenfalls eine Zeitlang geben, sagte Kranich. "Außerdem kann es sein, dass für diesen Tod ein Tribut gezahlt werden muss." Man müsse mögliche Gegenschläge der Al Kaida bedenken.

Deutsche und internationale Politiker hatten ihre Zustimmung ausgedrückt, nachdem ein US-Kommando den Terroristenchef bin Laden am Montag in Pakistan getötet hatte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich erleichtert. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach von einer "guten Nachricht", der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer von einem "Gefühl der Freude".

dapd

 
erschienen am 03.05.2011
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