Die Stadt Dresden erzielt mit 10,5 Prozent mehr Übernachtungen von Touristen und Geschäftsreisenden im ersten Halbjahr einen neuen Rekord. Foto: dapd
Dresden erwartet für 2011 neuen Tourismus-Rekord
Zahl der Übernachtungen stieg im ersten Halbjahr um 10,5 Prozent
Dresden (dapd-lsc). Die Stadt Dresden erzielt mit 10,5 Prozent mehr Übernachtungen von Touristen und Geschäftsreisenden im ersten Halbjahr einen neuen Rekord. Im ganzen Jahr 2011 hofft man auf einen neuen Rekord von 3,7 Millionen Übernachtungen, das wären rund 200.000 mehr als im Spitzenjahr 2010. Das teilte die Dresden Marketing GmbH am Donnerstag mit. Für den starken Zuwachs sorgten unter anderem Großereignisse wie der Deutsche Evangelische Kirchentag, Kongresse und Sportveranstaltungen.
Von Januar bis einschließlich Juni stieg die Zahl der Übernachtungen auf 1,68 Millionen. Die Steigerung um 10,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 übertrifft den bundesweiten Zuwachs von 4,5 Prozent. "Dresden ist eine der wachstumsstärksten Städte Deutschlands", sagte der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert.
Die elf größten deutschen Städte steigerten demnach ihre Übernachtungszahlen im ersten Halbjahr um 8,3 Prozent. Dresden erreichte das viertstärkste Wachstum nach Köln (16,2 Prozent), Düsseldorf (14,1) und Hannover (10,8). An fünfter Stelle folgt Hamburg mit 9,5 Prozent, gefolgt von Stuttgart (9,3), Berlin (6,5), München (6,1), Frankfurt am Main (5,0) und Nürnberg (3,6). Leipzig verzeichnet einen Rückgang um 0,1 Prozent.
Mit der Höhe der Übernachtungszahlen steht die sächsische Landeshauptstadt an siebter Stelle nach Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf. Der Anteil der Geschäftsreisen am Tourismus sei mit 35 Prozent im Vergleich zu anderen Städten ungewöhnlich hoch, betonte die Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH, Bettina Bunge.
Jeder der sechs Monate bescherte Dresden ein dickes Besucher-Plus, aber allein im Juni mit dem Kirchentag mit fast 120.000 Dauer- und 29.000 Tagesgästen und der Frauenfußball-Weltmeisterschaft gab es eine Steigerung um 13,7 Prozent. Die zwei größten Kongresse brachten 6.500 zusätzliche Gäste, wie Bunge sagte.
Für den größten prozentualen Zuwachs unter den Besuchern aus dem Ausland sorgten die Kanadier mit 68,9 Prozent. Sie kamen vor allem wegen des Eisschnelllauf-Weltcups im Shorttrack, der Junioren-Eishockey-Weltmeisterschaft und der Indianerkunst-Ausstellung. An zweiter Stelle kommen die Japaner mit 32,2 Prozent. Erklärt wird dies mit einem günstigen Währungsverhältnis. Um je 22,8 Prozent nahmen die Übernachtungen von Touristen aus Russland und Dänemark zu. 19,8 Prozent mehr Betten buchten Gäste aus den USA. Wegen der Finanzkrise kamen weniger Touristen aus Spanien und Italien.
Ab 2012 wirbt Dresden in einer Werbegemeinschaft besonders in Brasilien, Indien, China und Südostasien.
dapd
11:26 Uhr
MathildaBach: Ich bin selbst in Dresden geboren und vermiete schon seit über 10 Jahren diverse Privatzimmer...unter anderem nutze ich auch Internet-Portale wie http://www.monteurzimmer.de/. Ich habe mich selber lange gegen die "Verinternetisierung" gewährt. Muss nun aber feststellen, das ein Großteil meiner Buchungen über das Internet stattfinden. Daher fände ich es interessant hierzu mal Zahlen zu erhalten. Inwiefern hat das Internet dazu beigetragen, dass der Tourismus gestiegen ist. Man kann mittlerweile viel einfacher Angebote vergleichen und auch sehr spezielle Angebote finden. Vor zehn Jahren, ja selbst vor 15 Jahren war dies bei weitem noch nicht so stark ausgeprägt wie heute.
An dieser Stelle möchte ich mich bei der Stadt Dresden bedanken, die durch die Organisation vieler Groß-Events stetig für neue Gäste in meinen Unterkünften sorgt.