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Großrazzia bei Kaufland und Netto

Verdacht: Rechtswidrige Werksverträge für Lageristen und Staplerfahrer

Schweinfurt (dapd). Bei einer Großrazzia gegen die Einzelhandels-Konzerne Netto und Kaufland sowie mehrerer Partnerfirmen sind am Dienstag mehr als 450 Zollfahnder in fünf Bundesländern im Einsatz gewesen. In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen wurden zahlreiche Wohn- und Geschäftsräume sowie Warenverteil-Zentren durchsucht, wie das Hauptzollamt Schweinfurt mitteilte.

Die Unternehmen werden verdächtigt, für Lageristen und Staplerfahrer rechtswidrige Werksverträge abgeschlossen zu haben. Dadurch hätten sie Tariflöhne erheblich unterschritten und Beiträge zu den Sozialversicherungen hinterzogen.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaften Bamberg, Regensburg und Stuttgart wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Erst nach deren Auswertung könne der Schaden beziffert werden, hieß es.

Laut "SWR" und "Handelsblatt" handelte es sich bei den betroffenen Konzernen um Kaufland und Netto. Die Unternehmen bestätigten die Durchsuchungen. Kaufland erklärte in einer Stellungnahme: "Wir arbeiten mit dem Zoll kooperativ zusammen und unterstützen ihn umfänglich." Eine Netto-Sprecherin sagte, dem Zoll sei Einsicht in alle gewünschten Dokumente gewährt worden.

dapd

 
erschienen am 24.01.2012
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