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"In aller Freundschaft" trägt jetzt "Rauch-frei-Siegel"
Vorbildlich durch nicht rauchende Darsteller
Leipzig (dapd-lsc). Die MDR-Krankenhausserie "In aller Freundschaft" trägt ab sofort das "Rauch-frei-Siegel" des Aktionsbündnisses Nichtrauchen. Die Serie trage dazu bei, das Nichtrauchen als gesellschaftlichen Normalzustand darzustellen, sagte der Präsident der Deutschen Krebshilfe, Fritz Pleitgen, am Dienstag in Leipzig bei der Übergabe des Siegels an die Darsteller. Das sei keine Selbstverständlichkeit im deutschen Fernsehen.
Noch immer seien täglich rauchende Schauspieler in allen erdenklichen Rollen und Situationen auf dem Bildschirm zu sehen, sagte Pleitgen laut einer Mitteilung der Deutschen Krebshilfe. "In aller Freundschaft" sei dagegen vorbildlich. Das medizinische Umfeld der TV-Serie sei von großer Bedeutung, weil für viele Menschen Ärzte und auch Krankenschwestern Vorbilder für ein gesundes Leben seien.
"In aller Freundschaft" ist die erfolgreichste Ärzteserie im deutschen Fernsehen. Seit 1998 wurden im Ersten über 540 Folgen ausgestrahlt, die bundesweit von durchschnittlich 6,2 Millionen Zuschauer gesehen werden. Das Erfolgsrezept der Serie sei die lebensnahe Darstellung von Patientenschicksalen und des Privatlebens der Protagonisten nach Dienstschluss, erklärte die Krebshilfe.
"All das geht ohne Zigaretten", sagte Uwe Prümel-Philippsen, Sprecher des Aktionsbündnisses Nichtrauchen. Er verwies darauf, dass eine Vielzahl von Studien aus den USA, Mexiko, Hong-Kong und Deutschland belege, dass das Rauchen in Film und Fernsehen insbesondere Kinder und Jugendliche zum Nachmachen verführe.
dapd