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Landesstelle gegen Suchtgefahren gegen Legalisierung von Drogen
Widerspruch gegen Politik der Linkspartei
Dresden (dapd-lsc). Die sächsische Landesstelle gegen Suchtgefahren (SLS) hält die Drogenpolitik der Linkspartei für kontraproduktiv. Die Forderung nach einer Legalisierung von Drogen löse das Suchtproblem nicht, sagte der Leiter der Dresdner SLS-Geschäftsstelle, Olaf Rilke, am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Je leichter Drogen verfügbar seien, desto mehr Hilfe bräuchten Abhängige. Außerdem könne auch der Konsum weicher Drogen wie Cannabis zu psychischen Beeinträchtigungen führen.
Beim Bundesparteitag der Linkspartei am vergangenen Wochenende hatten sich die Delegierten dafür ausgesprochen, langfristig alle Drogen zu legalisieren.
Rilke sagte, auch die übliche Unterscheidung in harte und weiche Drogen bringe aufgrund der möglichen gesundheitlichen Folgen nichts. Zudem werde die Gefahr weicher Drogen verharmlost.
Rilke forderte von Kultusminister Roland Wöller (CDU), verstärkt Grundschulklassen über die Gefahren von Rauschmitteln aufklären zu lassen. Derzeit hätten erst zwei Prozent aller sächsischen Grundschüler einen solchen Unterricht. Notwendig sei ein veränderter Lehrplan und mehr finanzielle Unterstützung.
Die sächsische Linke unterstützt den Beschluss des Parteitags nur teilweise. Man setze nur auf die Freigabe weicher Drogen, sagte Linke-Landeschef Rico Gebhardt. Das sei notwendig, um Süchtige zu entkriminalisieren und den illegalen Drogenhandel einzudämmen.
dapd