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Die Geschehnisse in Paris mobilisierten diesmal nicht mehr Menschen.

Foto: Arno Burgi

Pegida in Dresden bekommt durch Terror in Paris keinen Zulauf

erschienen am 16.11.2015

Dresden (dpa/sn) - Der Terroranschlag von Paris hat der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung bei ihrer Montagsdemonstration in Dresden keine zusätzlichen Anhänger beschert. Im Gegenteil: Nach Schätzungen der Studentengruppe «Durchgezählt» versammelten sich am Abend zwischen 7000 und 8000 Teilnehmer auf dem Theaterplatz vor der Semperoper. In dem Demozug durch die Altstadt seien 6978 Menschen gezählt worden. In einer ersten Schätzung war «Durchgezählt» noch von etwas höheren Zahlen ausgegangen. Vor einer Woche hatte Pegida bis zu 8500 Anhänger mobilisieren können.

Nach den Anschlägen auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» im Januar dieses Jahres in Paris hatten die «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» mehr als 20 000 Menschen auf die Straße gebracht - die bislang höchste Teilnehmerzahl überhaupt.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Innenminister Markus Ulbig (beide CDU) hatten vor der Kundgebung am Montag davor gewarnt, die Anschläge von Paris politisch zu missbrauchen. Es dürfe keine Politik auf dem Rücken der Flüchtlinge gemacht werden, sagte Tillich bei einem Eintrag in das Kondolenzbuch des «Institut Francais» in Dresden.

Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling sprach am Montagabend davon, dass mit den Flüchtlingen auch Terroristen nach Europa kämen. Das zeige der syrische Pass, der im Zuge der Terroranschläge in Paris in der Nähe eines toten Attentäters gefunden wurde. Ob der Pass überhaupt echt ist, war am Montag jedoch weiterhin unklar.

Gegen Pegida gingen etwa 1000 bis 1500 Menschen auf die Straße. Sie waren dem Aufruf der Gruppe Gepida - «Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter» - gefolgt.

Unterdessen will auch die im westsächsischen Plauen gegründete Protestbewegung «Wir sind Deutschland» künftig in Dresden demonstrieren. Ein erste Kundgebung sei für den 29. November geplant, wie die Veranstalter mitteilten. Inhaltlich reichen die Forderungen von der Ablehnung des Freihandelsabkommens TTIP über Reformen in der Asylpolitik bis hin zu geringeren Hürden für Volksentscheide. Anders als bei Pegida sind aber keine Fahnen und Plakate erwünscht.

Durchgezählt bei Twitter

Pegida bei Facebook

Gepida bei Facebook

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
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Kommentare
17
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 17.11.2015
    19:42 Uhr

    PeKa: @Frohnau, haben Sie nicht auch immer von abendländisch-christlicher Kultur geschwätzt?

    5 1
     
  • 17.11.2015
    17:59 Uhr

    kartracer: SimpleMan, eigentlich recht einfach, an dem was in
    Frankreich gerade erst geschehen ist!!!
    Dort wurde nichts abgebrannt, sondern brutal gemordet!!!
    Sie leben in einer fremden irrealen Welt.

    3 6
     
  • 17.11.2015
    17:43 Uhr

    Frohnau: @PeKa 12:22 sehr lustig,aber Verstand unter der Gürtellinie !

    Shalom und Glück auf !

    0 6
     
  • 17.11.2015
    17:38 Uhr

    Freigeist14: "Bescheuertes Land."Ganz schön anmaßend ,so was zu schreiben,wenn dieses Land Leute mit solchen einfältigen Ansichten aushalten kann.Ich vermute stark,der Hunnenkönig möchte,daß es hier knallt,damit seine kruden Thesen "wahr"werden.

    3 3
     
  • 17.11.2015
    17:30 Uhr

    Frohnau: @Blackadder ? da liegen sie völlig richtig die Sache ist viel komplexer ,aber sie entwickelt sich stetig und wird mehr und mehr zur Quadratur des Kreises !

    Shalom und Glück auf

    1 4
     

 
 
 
 
 
 
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