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Plauen: Lösung für Manroland in Sicht
Insolvenzverwalter zuversichtlich
Augsburg/Plauen. Für das Plauener Werk des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland ist eine Lösung in Sicht. "Plauen, da bin ich zuversichtlich, wird bald einen neuen Eigentümer haben", sagte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Donnerstag in Augsburg, ohne Details zu nennen. In dem Werk wurde die Zahl der Beschäftigten im Zuge der Insolvenz um 348 auf 320 gesenkt. Schneider erwartet allerdings schon bald wieder einen Stellenaufbau.
Zuletzt hatte die Lübecker Possehl-Gruppe eine Übernahme nicht ausgeschlossen. Allerdings wird für den Standort noch mit der sächsischen Staatsregierung über eine Bürgschaft verhandelt.
Nach der Übernahme des Augsburger Werks des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland durch die Lübecker Possehl-Gruppe ist inzwischen auch der Standort Offenbach gerettet. Der britische Mischkonzern Langley übernimmt das Werk.
"Wir sehen sehr gute wirtschaftliche Perspektiven für das restrukturierte Unternehmen", sagte der Chef des britischen Unternehmens, Tony Langley, in Augsburg über den Standort Offenbach. Nachdem dort im Zuge der Insolvenz die Zahl der Mitarbeiter um 947 auf 824 reduziert wurde, will Langley mit dem Bogendruckmaschinengeschäft bereits in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Eine Bürgschaft des Landes Hessen, die zwischenzeitlich Thema war, benötigt Langley nicht.
Die Übernahme des Standorts Offenbach erfolgt einschließlich sämtlicher Produktionsanlagen und Immobilien sowie der kompletten internationalen Vertriebsorganisation in über 40 Ländern. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Schneider. Sowohl er als auch Langley zeigten sich überzeugt, dass damit eine "dauerhafte Perspektive" für den Standort, der künftig Manroland Sheetfed (Bogendruck) heißen soll, geschaffen wurde. (dapd)