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Sachsen erkennt zwei Tote als Opfer rechter Gewalt an

Linke-Politikerin Köditz: Weitere fünf Tote mit starken Indizien für neonazistische Motive

Dresden (dapd-lsc). Das Land Sachsen hat zwei Todesfälle aus den 1990er Jahren nachträglich als Folge rechter Gewalt eingestuft. Bis zu 15 Jahre nach den Morden widerfahre den Opfern damit "späte Gerechtigkeit", sagte die Linke-Politikerin Kerstin Köditz am Mittwoch in Dresden. Es sei unverständlich, dass die Gerichtsurteile zu den Einstufungen bislang nicht berücksichtigt worden seien. Stattdessen habe sich die Landesregierung lediglich auf die Einschätzung des kriminalpolizeilichen Meldedienstes verlassen.

Nach Angaben von Köditz gibt es weitere fünf Tote, bei denen es starke Indizien für neonazistische und rassistische Motive bei der Tat gibt. Sie würden allerdings vom Innenministerium weiterhin anders beurteilt.

dapd

 
erschienen am 08.02.2012
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