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Sachsens Kinder-Universitäten sehr beliebt
2500 Grundschüler besuchen Sachsens Kinder-Universitäten
Dresden (dapd-lsc). Die Vorlesungen der acht Kinder-Universitäten in Sachsen sind weiter sehr gefragt. "Wir nehmen bereits Anmeldungen für die Warteliste entgegen", sagte Anja Pohl, eine der Organisatorinnen der Kinder-Uni Leipzig, der Nachrichtenagentur dapd. Bereits jetzt gebe es mehrere Dutzend Anmeldungen. Insgesamt stehen in Leipzig 450 Plätze zur Verfügung. An der Kinder-Uni Dresden sind die begehrten 1.000 Plätze nach Angaben von Projektleiterin Katharina Leiberg stets "wenige Stunden nach Anmeldebeginn komplett ausgebucht".
An den Kinder-Unis in Chemnitz, Bautzen, Mittweida, der Kinder-Universität Lausitz in Hoyerswerda, der Junior-Universität in Freiberg sowie der Kinderakademie in Görlitz und Zittau ist die Nachfrage ebenfalls oft höher als die vorhandenen Plätze. Landesweit können einer dapd-Umfrage zufolge pro Semester derzeit bis zu 2.500 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren an den Vorlesungen verschiedenster Fachrichtungen teilnehmen.
Besonders technische und naturwissenschaftliche Experimentalvorlesungen sind sehr beliebt. Alle Vorlesungen stehen unter kindgerechten Fragestellungen, beispielsweise: "Wie funktioniert ein Computerspiel?", "Wie viel Energie braucht das Gehirn?" oder "Was geschah letzte Nacht? - Mit Forensik auf Spurensuche".
Das Konzept scheint anzukommen: "Ich finde die Kinder-Uni toll, weil man so viele neue Sachen lernt, von denen man sonst gar nichts erfährt", berichtete beispielsweise die neunjährige Rajka, die in Dresden regelmäßig Vorlesungen besucht. "Zum Beispiel habe ich gelernt, dass man manchmal auch Bäume fällen muss, weil die anderen Bäume im Wald sonst keinen Platz und kein Licht haben." Auch ihr Vater Henry Kuritz ist von den Vorlesungen begeistert. "Einige Dozenten haben richtig gute Ideen gehabt, ihr Wissen gut zu vermitteln. So lernt man selbst ja immer auch etwas dazu."
Maschinenbau-Professor Thomas von Unwerth von der Technischen Universität Chemnitz hielt die Kinder-Vorlesung "Fahren die Autos in Zukunft ohne Benzin?" Dabei wurden beispielsweise auch zwei Bobbycars zum Anschauungsobjekt. Vorab hatte er die Vorlesung an und mit seinen 12- und 15-jährigen Kindern geprobt. "Die Herausforderung lag ja insbesondere in der Vorbereitung auf ein Publikum, das mit einfachen Fragen zum Grundverständnis einer Thematik so manchen Fachexperten an die Grenzen seiner Erklärungskünste bringen kann", sagt der 44-jährige Dozent.
Ziel der Kinder-Unis ist es, Wissenschaft einfach und verständlich zu vermitteln und so das Interesse daran zu wecken. "Die Kinder-Uni bietet zudem eine ideale Möglichkeit, schon bei den Kleinsten anzusetzen und sie als akademischen Nachwuchs zu fördern", sagt Janett Neumeister vom Campusbüro Familie und Chancengleichheit der Hochschule Mittweida.
dapd