Sachsens Linksparteichef Rico Gebhardt fordert eine offenere Streitkultur unter den Genossen. Sachsens Linksparteichef Rico Gebhardt fordert eine offenere Streitkultur unter den Genossen.

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Sachsens Linke-Chef kritisiert eigene Partei

Gebhardt sieht mehrere Gründe für das Scheitern der Partei im Südwesten

Leipzig (dapd-lsc). Sachsens Linksparteichef Rico Gebhardt fordert eine offenere Streitkultur unter den Genossen. Die Linke kranke daran, dass jemand nach einer Äußerung gleich in eine Ecke gestellt oder einer Gruppierung zugeordnet werde, sagte der Politiker der "Leipziger Volkszeitung" (Freitagausgabe). Die Partei gebe derzeit kein gutes Bild ab.

Gebhardt setzt sich dem Bericht zufolge für eine Debatte über die Weiterentwicklung von inhaltlichen Themen ein. "Da haben wir ein bisschen was versäumt", sagte der Politiker. Das schlechte Abschneiden der Linken bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz könne man nicht allein auf den Atomunfall in Japan schieben. "Auch ohne Fukushima wären wir nicht in die Landtage gekommen", sagte Gebhardt der Zeitung. Seine Partei habe es nicht geschafft, überzeugende Themen zu präsentieren.

In der Diskussion um eine Rückkehr von Oskar Lafontaine an die Spitze der Linken sagte Gebhardt, damit würden die Probleme der Partei nicht allein gelöst.

dapd/sw

 
erschienen am 08.04.2011
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