Auf der A4 Richtung Chemnitz sorgte ein Lkw-Unfall am Donnerstag für Behinderungen. Auf der A4 Richtung Chemnitz sorgte ein Lkw-Unfall am Donnerstag für Behinderungen.

Foto: Hit-TV

Starke Schneefälle: Mehr als 30 Verletzte bei über 340 Unfällen auf glatten Straßen

Autofahrer steckten auf der A72 fest - Chaotische Zustände am Kreuz Chemnitz

Chemnitz. Starke Schneefälle haben am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag auf sächsischen Straßen für Behinderungen und Unfälle gesorgt. Bei bis zu 20 Zentimetern Neuschnee kam der Verkehr auf den Autobahnen und Landstraßen zeitweise zum Erliegen, wie die Polizei mitteilte.

Im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge hat es am Donnerstag 201 Mal gekracht. Dabei wurden 28 Personen verletzt. Ab Mitternacht bis Freitagmorgen 8 Uhr zählten die Beamten im Direktionsbereich weitere 19 Verkehrsunfälle. Verletzt wurde dabei niemand. 125 Verkehrsunfälle registrierte die  Polizei in Südwestsachsen am Donnerstag insgesamt. Glücklicherweise handelte es sich bei den meisten um Blechschäden. Es wurden jedoch auch fünf Personen verletzt. 

Für erhebliche Behinderungen sorgte am Donnerstagabend ein Lkw-Unfall auf der A 72 Richtung Hof, an der Auffahrt Stollberg/West. Laut Polizei wollte ein 53-Jähriger gegen 20:20 Uhr mit seinem MAN-Sattelzug im Beschleunigungsstreifen einem querstehenden Kleintransporter ausweichen. Beim Fahrstreifenwechsel krachte ihm ein anderer Sattelzug ins Heck und stellte sich anschließend quer über beide Fahrbahnen. Nach Einsatz schwerer Bergetechnik konnte der Verkehr kurz nach 23 Uhr auf einer Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Erst nach Mitternacht war die Unfallstelle geräumt. Der Schaden beträgt 62.000 Euro.

In den Mittagsstunden steckten auf der A 72 bei Hartenstein im Erzgebirge Hunderte Autofahrer fest, nachdem es auf der spiegelglatten Fahrbahn zu mehreren Unfällen gekommen war. Die A 4 war am Kreuz Chemnitz und bei Limbach-Oberfrohna ebenfalls nach Unfällen voll gesperrt. An Ausfahrten herrschten teils chaotische Zustände, weil einige Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit rückwärts fuhren, um die Autobahn verlassen zu können.

Auf der B101 in Annaberg-Buchholz ist am Mittag ein Ford aufgrund von Glätte von der Straße abgekommen und mehrere Meter eine Böschung hinabgestürzt. Nur Sträucher und Fichten konnten den Fiesta stoppen. Feuerwehr und Rettungsdienst befreiten den eingeklemmten Fahrer aus dem Auto. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die B 101 blieb für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt.

In Mittweida ist eine Opel-Fahrerin mit ihrem Wagen auf der Weinsdorfer Straße ins Schleudern geraten und gegen eine Hauswand gekracht. Dabei wurde die Frau verletzt. Schaden: 3500 Euro.

Gegen einen Reisebus gerutscht ist ein 25-jähriger mit seinem Skoda in Auerswalde. Dabei zog sich der junge Mann schwere Verletzungen zu. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von 13.000 Euro.

Auf der Autobahn 4 war am Donnerstagvormittag ein Lkw zwischen den Anschlussstellen Glauchau Ost und Hohenstein-Ernstthal von der Fahrbahn abgekommen und hatte etwa 20 Meter Leitplanke niedergewalzt, bevor er zum Stehen kam. Der Fahrer blieb beim Unfall unverletzt. (dapd/fp)

 
erschienen am 09.02.2012
 
Kommentare
7
(Anmeldung erforderlich)
  • 10.02.2012
    17:47 Uhr

    Pixelghost: @Lithops, nochmal: Sie liegen falsch.
    Ich bezahle im Jahr 20,20 Euro für - und jetzt kommts - "haushaltsnahe Dienstleistungen" der Schnee- und Glatteisbeseitigung gem. §35 EStG Abs. 2 Satz 1 an meinen Vermieter. Das wars.
    Der von Ihnen angeführte Link trifft nicht zu.

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  • 10.02.2012
    14:03 Uhr

    Lithops: @Pixelghost
    Zitat: "Sie haben einfach falsch nachgeschlagen und kompletten Unsinn geschrieben."
    Glückwunsch zu Ihrem Vermieter, der die Kosten nicht weiterreicht.
    Ansonsten erklären Sie mir doch bitte die folgenden Kostenanteile, hier für 2 Monate 2010.
    -Gehweg/Straßenreinigung 01.01.2010 bis 28.02.2010 xyz Euro
    -Straßenreinigungabgabebescheid 01.01.2010 bis 28.02.2010 abc Euro
    Der Vermieter bestätigt, daß die Gebührenbescheide durchlaufende Posten sind. Winterdiensleistungen durch den Hausmeister sind ein gesonderter Posten.
    Es ist mir jetzt ein Bedürfnis, das Zitat zurückzugeben.
    Ihre Beschreibung zum Chaos in Chemnitz will ich dagegen gerne bestätigen.

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  • 09.02.2012
    19:43 Uhr

    Pixelghost: @Lithops, Sie haben einen kleinen rechtlichen Fehler gemacht.
    Die Nebenkostenabrechnung kommt vom Vermieter und nicht von der Stadt Chemnitz. Der Vermieter muss für das gezahlte Geld die Beräumung des Fußweges und des Grundstückes sicher stellen. Nicht mal die Strasse vor dem Haus muss er Räumen, weil die nicht ihm gehört, sondern Eigentum der Stadt ist.
    Ich habe nämlich keine Strasse gemietet, sondern eine Wohnung im Haus meines Vermieters.
    Die Strassenreinigung und der Winterdienst werden aus Steuergeldern finanziert.
    Sie haben einfach falsch nachgeschlagen und kompletten Unsinn geschrieben.

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  • 09.02.2012
    19:13 Uhr

    Pixelghost: In Chemnitz wurde überhaupt nicht geräumt. Einsatz von Salz - Fehlanzeige, dafür breitgefahrener Schnee auf den als A-Strassen klassifizierten Hauptverkehrsandern - und das am frühen Abend. Der Schneefall begann bereits vor 10 Uhr.
    Jedes Jahr das Gleiche: Arbeitskollegen, die aus den Landkreisen kommen, berichten von geräumten Strassen - bis zur Chemnitzer Stadtgrenze. Dann beginnt das Chaos, Jahr für Jahr.

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  • 09.02.2012
    18:16 Uhr

    Lithops: @ez70
    Jeder Chemnitzer findet auf seiner Nebenkostenabrechnung für das Wohnen einen Posten Gebühren für Winterdienst oder ähnlich genannt.

    Wikipedia sagt dazu: "Kommunale Gebühren sind Geldleistungen für eine konkrete Gegenleistung."
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunalabgaben#Kommunale_Geb.C3.BChren
    Der Gebührenzahler muß also eine Gegenleistung erwarten.

    In der Straßenverkehrsordnung gibt es eindeutige Regelungen zur Betriebs- und Verkehrssicherheit und deren Durchsetzung.
    Bisher konnte ich noch nirgends lesen, daß ein Spediteur, der seine Fahrzeuge heute mit Sommerreifen auf die Straßen schickt, zur Verantwortung gezogen wird.

    Bitte jetzt nicht auch noch das leidige Thema der A bis D-Straßen beginnen.

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