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Tierärztekammer für rigorose Kastration streunender Katzen
In Deutschland leben bereits jetzt zwei Millionen verwilderte Katzen
Leipzig (dapd-lsc). Die Bundestierärztekammer macht sich für eine rigorose Kastration streunender Katzen in Deutschland stark. Im MDR-Nachrichtenmagazin "Exakt" (20.15 Uhr) sagte der für den Tierschutz zuständige Mediziner der Kammer, Karl Fikuart, in Deutschland lebten bereits jetzt zwei Millionen verwilderte Katzen. Ihre Fortpflanzung sei kaum mehr unter Kontrolle zu halten.
Die Tiere seien oft unterernährt und krank, auch Menschen könnten sich bei ihnen mit Spul- oder Bandwürmern anstecken. Besonders gefährdet seien Schwangere. Sie könnten nach einer Ansteckung bei einer kranken Katze Fehlgeburten erleiden, sagte Fikuart.
Gegen diese Ausbreitung der kranken Tiere helfe nur eine Kastration aller Tiere, die die Wohnung ihrer Halter verlassen dürfen, sowie deren elektronische Kennzeichnung, sagte der Experte. Lediglich ausgesuchte Zuchttiere sollten davon ausgenommen werden.
dapd