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Tillich ermutigt Kreative zur Teilnahme an politischer Diskussion
Ministerpräsident würdigt auf Neujahrsempfang Leistungen der sächsischen Künstler
Dresden (dapd-lsc). Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die sächsischen Künstler zur Beteiligung am politischen Dialog ermutigt. Die Künstler könnten in Diskussionen, die von vermeintlichen Sachzwängen und Alternativlosigkeit geprägt seien, eine "ganz andere Perspektive einbringen", sagte Tillich auf dem Neujahrsempfang der Landesregierung am Mittwoch in Dresden.
Eine Menge Kreativität sei gefragt, um Problemen wie dem demografischen Wandel oder dem Rechtsextremismus im Land zu begegnen. Gerade im Kampf gegen rechte Gewalt gebe es kein Idealkonzept, sagte Tillich. Es bedürfe daher der Kreativität aller, aber eben auch der Kunst, Konzepte zu erarbeiten. Auch bei der Frage nach den Märkten der Zukunft sei "unorthodoxes Denken" gefragt.
Der Ministerpräsident würdigte auf dem Empfang unter dem Motto "Junge Kunst in Sachsen" die Leistungen der sächsischen Künstler für das Land. Diese würden sich mit ihrer Kunst an der Wirklichkeit reiben, um letztlich eine gesellschaftliche Debatte anzuregen, sagte Tillich. "Das ist für unsere Gemeinschaft genauso wichtig wie die Arbeit der Wissenschaftler im Labor und ihre Umsetzung durch Ingenieure und Arbeiter in der Fabrik."
Rund 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und der Kunstszene waren der Einladung des Ministerpräsidenten in das Festspielhaus Hellerau gefolgt. Im Mittelpunkt stand das Schaffen junger Künstler. So waren etwa Werke von Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden ausgestellt. Gezeigt wurde auch eine Performance unter der choreographischen Leitung der spanischen Tänzerin Avatara Ayuso. Sie hatte ihr Meisterklasse-Examen in Dresden absolviert.
dapd