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Verdacht gegen Pfarrer wegen krimineller Vereinigung nicht erhärtet
Staatsanwaltschaft ermittelt in zwei Verfahren gegen ihn
Dresden (dapd-lsc). Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat ihren Verdacht gegen den Jenaer Jugendpfarrer Lothar König wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung bisher nicht erhärten können. Das teilte ihr Sprecher Jan Hille am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd mit. Er schloss nicht aus, dass dieses Ermittlungsverfahren gegen König eingestellt werden muss.
Hille betonte, das Verfahren gegen mehrere Beschuldigte laufe "schon wesentlich länger" und unabhängig von dem anderen Ermittlungsverfahren gegen den Pfarrer wegen Vorfällen bei der Demonstration vom 19. Februar gegen einen Neonazi-Aufmarsch; dabei soll König als Fahrer und Halter eines Kleintransporters über Lautsprecher zu Gewalttaten gegen Polizisten aufgefordert haben. Dem Pfarrer werden schwerer aufwieglerischer Landfriedensbruch, versuchte Strafvereitelung und Nötigung vorgeworfen.
König bestreitet die Vorwürfe. Seine Wohnung wurde am 10. August von Ermittlern durchsucht. Hille sagte, der Pfarrer habe nun die Möglichkeit, sich in dem Verfahren zur Sache zu äußern und Anträge zu stellen.
Zum Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung wollte der Sprecher keine Einzelheiten bekannt geben. Er sagte nur, vorgeworfen werde den Beschuldigten "mehrfaches organisiertes Vorgehen". Laut "Spiegel" geht es um die "Antifa-Sportgruppe", einen "linken Schlägertrupp, der in Sachsen Rechtsradikale jagt".
dapd